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Umgang mit aggressiven Schülern

Umgang mit aggressiven Schülern

05.02.2008, (RK)

Was tun, wenn Schüler permanent stören oder sogar andere Schüler oder Lehrer bedrohen oder angreifen? In Berlin lernen jetzt knapp 400 Berliner Lehrer den richtigen Umgang mit aggressiven Schülern.

Aggro Berlin - es war der Hilferuf überforderter Lehrerinnen und Lehrer der Rütli-Schule in Berlin Neukölln, der im Frühjahr 2006 ganz Deutschland aufhorchen ließ: Die Pädagogen forderten die Schließung ihrer Einrichtung, da Unterricht nicht mehr möglich sei: Lehrer sahen sich regelrechten Angriffen durch gewaltbereite Schüler wie auch schulfremde Jugendliche ausgesetzt und trauten sich nicht mehr in die Klassenzimmer.

Die Herstellung einer Arbeitsatmosphäre im Klassenzimmer ist eine Grundvoraussetzung für gelingenden Unterricht, der Umgang mit Störungen und Konflikten eine Hürde für jeden Lehrer. Was aber tun, wenn nicht nur unter der Bank Briefe oder SMS geschrieben oder getuschelt wird? Was wenn Schüler andere Schüler oder Lehrer bedrohen oder angreifen?

In Berlin werden knapp 400 Berliner Lehrer im richtigen Umgang mit aggressiven Schülern fortgebildet. Die Fortbildung ist ein gemeinsames Angebot der DENKZEIT-Gesellschaft, der Freien Universität Berlin sowie der Senatsverwaltung. Die Lehrer können aus mehreren Angeboten wählen:

Sie können "Studientage" besuchen, in denen sie wissenschaftliche Erkenntnisse über Jugendkriminalität erwerben, sie können unter Anleitung der DENKZEIT-Pädagogen "Projekttage" mit ihren Schulklassen durchführen.

Sie können über längere Zeit regelmäßig in kleinen Gruppen zusammenkommen und sich wiederum unter Anleitung über besonders schwierige Schüler beraten. Bei Interesse können Lehrer auch die Weiterbildung zum "DENKZEIT-Trainer" durchlaufen und die Qualifikation erwerben, mit einzelnen, aggressiven und dissozialen Schülern zu arbeiten.

Alle Angebote sind für die teilnehmenden Pädagogen kostenlos. Die kosten werden vom Europäischen Sozialfonds und der Berliner Senatsverwaltung getragen . Die Freie Universität übernimmt die wissenschaftliche Begleitung.

Weitere Informationen zum Angebot auf den Internetseiten der DENKZEIT-Gesellschaft.

Zum Thema auch:

(Quelle: PM)

 

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