Da teste ich seit gut einem Monat tvister, ein Online Fernsehprogramm. tvister hat eine nette Webseite und vor allem einmal eine aus meiner Sicht hervorragende Ipad-Umsetzung. Hier ist für mich zum ersten Mal die "App" viel besser als die Webseite.
Bisher hierhin hört es sich nach einem schönen Angebot an, das ich auch einmal auf reticon vorstellen könnte, aber dann kommt eines zum anderen. Der nächste Teil ist weniger schlimm, denn eher für mich erstaunlich. Als ich die Einzelheiten für reticon zusammentrage, kommt auch die Frage auf, wer denn eine so schöne App zusammenbaut und wer überhaupt hinter tvister steht: Siehe da, ein Angebot der Telekom. Wenn es um die Bedienbarkeit von Apps und Webseiten geht, habe ich immer so meine Zweifel. Aber wenn ich in mein T-Mobile-Konto schaue, ist die tvister-App doch drei Schritte weiter. Da macht das Stöbern und "Wischen" im TV-Angebot direkt Spaß, man bekommt schnell eine Übersicht und bei Bedarf schön aufbereitete Zusatzinfos (schlussendlich natürlich auch keine anderen Daten als jede beliebige TV-Zeitschrift).
Da wir für reticon aber jedes Wochenende die TV-Programme durchwühlen auf der Suche nach Medientipps, schaut das Auge schon mit.
Jetzt kommt dann leider auch schon der letzte Schritt: Bei Basic Thinking gab es gestern die Meldung, dass die Telekom tvister in zwei Woche Ende Mai schließt. Das ist mehr als schade! Die Begründung ist, dass es den Zielen nicht entsprochen habe, zu wenig Community, zu wenig Einnahmen. Womit ich zugeben muss, die Community hat mich nie interessiert, ein wenig personalisieren und TV-Sender umsortieren, mehr möchte ich gar nicht. Für tvister als App würde ich sogar 1,99 einmalig ausgeben - aber das wurde ich nie gefragt.
Von daher - ist das jetzt ein Artikel über ein Tool geworden, das es sich eigentlich nicht mehr lohnt vorzustellen, da bald offline. Einzig, wer mal einen Blick in ein wirklich gutes Usability-Konzept für eine App werfen will, der sollte noch schnell tvister zwei Wochen ausprobieren.
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