Die Universitätsbibliothek hat die zehn teuersten Zeitschriftenabos des letzten Jahres veröffentlicht. Die Preise lesen sich interessant, so kostet das Abo für "Nuclear Physics" über 16.000 Euro.
Gerade vor dem Hintergrund, dass sich nach letzten Meldungen die Verlagsindustrie gegen Open Access zur Wehr setzen möchte, sind diese Zahlen quasi die PR der Gegenseite.
Die zehn der teuersten Abos kommen alle aus dem Hause Elsevier, Platz 10 kostet die Uni Karlsruhe immer noch über 8.000 Euro. Wahrscheinlich darf man vermuten, dass die Preise für andere Universitäten ähnlich sein dürften.
Das Abschätzen der Zahl der Uni-Bibliotheken, die ähnliche Abos zu ähnlichen Preisen abschließen (müssen) - überlassen wir Ihnen.
Gleichzeitig können sich Universitätsbibliotheken natürlich auch nur schwer dagegen "wehren". Ihr Auftrag ist ja schlicht die Versorgung der Wissenschaftler der eigenen Universität mit der (internationalen) Fachliteratur. Zu einem Umdenken in Richtung Open Access gehören natürlich in erster Linie die Wissenschaftler, die bereit sein müssten unter dieser Organisationsform zu publizieren. Gleichzeitig könnten gerade Uni-Bibliotheken auch die Infrastruktur zum "Open-Access-Publizieren" mit unterstützen.
Vielversprechende Ansätze gibt es hierzu - die Verlagsindustrie nimmt das inzwischen wohl zur Kenntnis.
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