Da werden am Kölner Flughafen zwei Terrorverdächtige gefasst - nur leider war kein Fotograf dabei. aber das macht nichts, manch Presse-Organ giert nach Sensationsmeldungen und braucht Material für die "Klickstrecke" zur Meldung und so operiert man dann mit mehr oder weniger dramatischen Symbolbildern.
Dass sie sich damit vor den Karren derjenigen spannen lässt, die schon die ganze Zeit Deutschland im Fokus von Terroristen sieht, das wird kaum thematisiert und spielt wohl keine Rolle. Die Rhein-Zeitung macht mit einem dramatischen Symbolbild auf (voll bewaffnetes Sondereinsatzkommando durch ein Schussloch fotografiert) - tolles Bild, super Dramatik - nur leider halt nur ein Symbolbild, in Köln viel kein Schuss und im Bildtext steht dann auch, dass das wohl etwas weniger dramatisch lief.
Die Frankfurter Rundschau hat eine dämliche Klickstrecke, die im wesentlichen dokumentiert, dass man halt keine Bilder hat, das aber über sieben Klicks hinweg. Bild 1 zeigt zwei Fahndungsplakate, Bild zwei das gleiche Plakat, diesmal mit zwei Frauen davor, Bild 3 ein Foto des Köln-Bonner Flughafens, Bild 4 zwei Polizisten in der Abflughalle, Bild 5 das Logo der Fluglinie, Bild 6 dann zur Steigerung präsentiert ein bewaffnetes Einsatzkommando (allerdings von einer Übung in Düsseldorf) und Bild 7 dann wieder das altbekannte Bild, das schon die Rhein-Zeitung verwendete, alle Bilder hier übrigens von der dpa.
Zur Ehrenrettung des Journalismus sei gesagt, dass andere dieses Spiel so nicht mitmachen.
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