Die deutschen Suchmaschinen haben beschlossen, sich selbst zu
zensieren. Die offizielle Version klingt natürlich viel glatter, hier
spricht man lieber von freiwilliger Selbstkontrolle. Unter dem Dach der
FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter) sollen der
Kinder- und Jugendschutz gestärkt werden.
Vereinbarte Ziel ist es "illegale" Inhalte aus den Trefferlisten der Suchmaschinenbetreiber zu entfernen. Auf den ersten Blick ein positiver Schritt, bei näherem Hinsehen kommen dann bei vielen doch Zweifel und vor allem Fragezeichen.
Die Maßnahmen sind technisch leicht zu umgehen, man kann nicht per Vereinbarung aus dem weltweiten Internet ein "Deutschland-Internet" machen. Die Treffer, die z.B. bei Google.de ausgefiltert werden, wird es bei Google.com im Index natürlich noch geben. Und über Proxies etc. ist das Herkunftsland recht wirksam zu verstecken.
Und was bitte sind denn "illegale" Inhalte? Die Anbieter haben sich jetzt erst einmal zu einem Verhaltens-Kodex zusammengeschlossen, der auf dem Code of Conduct der Bertelsmann-Stiftung basiert. Online verfügbar ist er noch nicht, wir sind gespannt, was darin zu finden sein wird.
Informationen zum Artikel