Das BMBF hat heute die 10. Studierendensurvey vorgelegt. Die Studie wird seit 25 Jahren regelmäßig durchgeführt und evaluiert die Zufriedenheit Studierender. Die jetzt vorgelegte 10. Ausgabe basiert auf einer Erhebung, die im Ws 2006/07 durchgeführt wurde - die Daten sind also inzwischen fast zwei Jahre alt.
Insgesamt wurden 28.000 Studierende einer Gruppe von Hochschulen angeschrieben - der Rücklauf lag bei 32 Prozent.
Das BMBF stellt die komplette Auswertung kostenlos auf 75 Seiten als PDF zur Verfügung. Insgesamt ist man beim BMBF mit den Ergebnissen zufrieden:
"Erstmals überwiegen in der Bilanz die positiven Bewertungen zu allen vier Grundelementen der Studienqualität: inhaltliche Qualität, Aufbau des Studienganges, Durchführung der Lehrveranstaltungen sowie Beratung und Betreuung durch die Lehrenden . Nach wie vor schneidet die Betreuung aber weniger gut ab. "Durch den Bologna-Prozess sind wichtige Prozesse angeregt worden, die die Betreuung der Studierenden verbessern. Diese Ansätze müssen wir mit Ländern und Hochschulen konsequent weiter verfolgen", sagte die Bildungsministerin. "Unser Augenmerk liegt auf der Qualität der Lehre."" (Quelle: BMBF)
Kritikpunkte und zu Verbesserndes gibt es im Bereich der Betreuung und des Praxisbezugs. Interessant sind einige Aussagen der Studie zu den neuen (Bachelor)-Studiengängen, die man so erstmal auch nicht in der Pressemitteilung findet. Hier wird mit der Dauer der Einführung der neuen Studiengänge das Bild nicht positiver (was eigentlich zu erwarten wäre):
"Die Entwicklung des Bachelor-Images zeigt einen eigentümlichen
Verlauf, denn in der Regel erhalten soziale Neuheiten mit der Zeit mehr Zustimmung und damit ein besseres Image. Das Bild vom Bachelor hat sich aber seit 2001 bis 2007 weiterhin verschlechtert:
Die Argumente, die für ihn sprechen, werden von den Studierenden seltener unterstützt, die Argumente gegen ihn werden häufiger bestätigt." (Quelle: 10. Studierendensurvey, 9.3 "Bachelor: Image und Attraktivität)
Die Aussagen können natürlich nicht ruhig stimmen - schließlich gibt es an den allermeisten Universitäten inzwischen nur noch die Möglichkeit Bachelor-/Masterstudiengänge zu absolvieren. Noch gibt es hier an vielen Stellen "Kinderkrankheiten".
Interessant wird auch zu beobachten sein, ob es tatächlich einen Schwenk in Richtung des Schwerpunkts "Förderung der Lehrqualität" geben wird.
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