Das Statistische Bundesamt hat diese Woche die Zahlen zu den Studienberechtigten für das Jahr 2010 veröffentlicht. Insgesamt 456.000 Schülerinnen und Schüler haben demnach die Fachhochschulreife oder Hochschulreife erworben.
Es ist schwierig aus den Detailzahlen irgendwelche Trends abzulesen - dazu ist unser Bildungssystem und die demographische Entwicklung zu unterschiedlich.
In einigen Bundesländern sind deutliche Steigerungen aufgrund der doppelten Abiturjahrgänge zu verzeichnen. Vor allem in ostdeutschen Bundesländern gibt es teilweise deutliche Einschnitte (fast 30 Prozent weniger) als im Vorjahr. Dies hängt meist mit den deutlich schwächeren Geburtenjahrgängen zusammen.
"In den Ländern, die keine doppelten Entlassungsjahrgänge in den Jahren 2009 oder 2010 hatten, verlief die Entwicklung unterschiedlich: Im früheren Bundesgebiet stieg im Jahr 2010 die Zahl der Absolventen mit Hochschul- oder Fachhochschulreife in allen Ländern. In Schleswig-Holstein war der Zuwachs mit + 9,4% am höchsten. In den neuen Ländern einschließlich Berlin sank die Zahl der Studienberechtigten, und zwar um 19,5%. Von der negativen Entwicklung sind Sachsen (- 28,4%) und Sachsen-Anhalt (- 27,5%) am stärksten betroffen. Ursache hierfür ist die demografische Entwicklung in Ostdeutschland. Bei dem für die Studienberechtigung relevanten Jahrgang 1991 betrug der Geburtenrückgang in den neuen Ländern 34,9% im Vergleich zum Jahrgang 1990. " (Quelle: Destatis)
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