Eine Allensbach-Studie im Auftrag der Reemtsma Begabtenförderung hat u.a. die Einschätzung der Studienbedingungen untersucht. Befragt wurden knapp 3.000 Studierende. Ein Ergebnis erstaunt auf den ersten Blick: Mit 13 Prozent sehr gut und 63 Prozent gut ist die Mehrheit mit den Studienbedingungen zufrieden.
"Trotz aller Zufriedenheit sehen viele Studenten aber noch reichlich Verbesserungspotenzial an Deutschlands Universitäten und Fachhochschulen. So fordert jeder vierte Befragte spontan die Abschaffung der Studiengebühren, 16 Prozent wünschen sich mehr Lehrpersonal, 15 Prozent eine bessere Ausstattung der Hochschule und zehn Prozent eine Überarbeitung des Bachelor-Master-Systems.
Eine Mehrheit der Studenten fordert eine Zentralisierung der Bildungs- und Hochschulpolitik. 59 Prozent sprechen sich für eine Zuständigkeit des Bundes aus, lediglich 25 Prozent finden es gut, dass die einzelnen Bundesländer dafür zuständig sind.
Vor allem die Besten sehen nach dem Studium ihre berufliche Perspektive im Ausland
Ein für den Wirtschaftsstandort Deutschland alarmierendes Ergebnis ist, dass sich fast zwei Drittel der Studierenden (64 Prozent) vorstellen können, nach dem Studium im Ausland zu arbeiten. 13 Prozent sagen explizit, dass sie dieses vorhaben, für 51 Prozent käme ein Job im Ausland in Frage. Mit steigender Qualifikation und höherem angestrebten Abschluss steigt die Quote derjenigen auf bis zu 25 Prozent an, für die das Arbeiten im Ausland eine echte berufliche Option nach dem Studium darstellt. Fast jeder Fünfte (18 Prozent), der an einer späteren Arbeit im Ausland Interesse hat, hat vor, auf Dauer im Ausland zu arbeiten. Bei Studierenden mit Migrationshintergrund liegt der Anteil bei 26 Prozent." (Quelle: Pressemitteilung Reemtsma)
Die Studie ist sowohl in einer Zusammenfassung wie auch als komplette Fassung online kostenlos als PDF verfügbar (das hat man ja nicht allzuoft)
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