Der Bundesverband Alphabetisierung hat Anfang Juni den Start zur Gründung einer Stiftung Alphabetisierung gegeben. Bis zum Weltalphabetisierungstag am 08. September soll ein Startkapital von 100.000 Euro zusammenkommen.
Die Alphabetisierungsarbeit wird in Deutschland unterschiedlich wahrgenommen. An "politischer Front" ist in erster Linie der Bundesverband Alphabetisierung (Münster) seit vielen Jahren mit immer wieder neuen Projekten aktiv. Ziel ist es nicht zuletzt überhaupt auf das Problem "Analphabetismus" aufmerksam zu machen.
Zwar wird vielerorts über PISA, schlechte Schulabgänger etc. berichtet - dass auf die Erwachsenenwelt betrachtet nach Schätzungen des Bundesverbandes über 4 Millionen Menschen nicht Lesen und Schreiben können, diese Information gilt es auch weiterhin zu verbreiten.
Neben dem Bundesverband sind es dann in erster Linie die Volkshochschulen, die in der konkreten Arbeit vor Ort Alphabetisierungs- und Grundbildungskurse anbieten.
Nicht zuletzt durch die "Arbeitsteilung" zwischen Bund und Ländern in der Bildungsarbeit ist es nicht einfach, andauernde und kontinuierliche Arbeit auf professionellem Niveau zu bieten.
Die Gründung einer Stiftung bietet hier sicher einen weiteren Baustein. Bis zum nächsten Jahr ist es das Ziel des Bundesverbandes Alphabetisierung ein Grundstiftungskapital von vier Millionen Euro zu erreichen: 1 Euro für jeden Analphabeten.
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