NRW-Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft gab heute in Düsseldorf den Startschuss für das Centrum für eCompetence (CeC) als neue Multimedia-Beratungsagentur der Hochschulen: "Mit dem CeC steht den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen künftig ein Kompetenz-Center zur Verfügung, das sie auf dem Weg zur Internet-Hochschule unterstützt. Hochschulen, die auf Dauer international konkurrenzfähig sein wollen, müssen Chancen und Potenziale der neuen Medien intensiv und offensiv aufgreifen. Die Hochschule der Zukunft ist digital. Dabei können sich die Hochschulen zukünftig gezielt der Ressourcen des CeC bedienen."
Leiter
des CeC wird der Rektor der FernUniversität Hagen, Professor Helmut
Hoyer. Das CeC wird vom Land mit 250.000 Euro an Sachmitteln und vier
Personalstellen unterstützt. Neben dieser Grundfinanzierung soll das
Kompetenz-Center seine weiteren Einnahmen aus dem kostenpflichtigen
Angebot seiner Dienstleistungen erzielen.
"Laptop, Beamer
und Internet gehören heute zum Hochschulalltag wie Hörsaal und
Bibliothek. Die Internet-Generation drängt zunehmend in Vorlesungen und
Seminare. Die Hochschulen stehen vor der Herausforderung, den
Multimedia-Einsatz strategisch zu planen und den Erwerb der
Medienkompetenz, der sog. e-Competence, bei ihren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern systematisch zu entwickeln", sagte Kraft. Die Aufgabe
des CeC liege darin, die Hochschulen in NRW bei dem intelligenten und
ausgewogenen Einsatz digitaler Medien umfassend zu beraten und
kompetent zu unterstützen.
"Wir stehen vor einer großen
Herausforderung und einmaligen Chance: Mit dem CeC wollen wir die
Medienkompetenz der Akteure stärken, Gestaltungs- und Geschäftsprozesse
in den Hochschulen aktiv begleiten und für die Möglichkeiten und
Grenzen digitaler Medien für die Wettbewerbsfähigkeit und Profilierung
der einzelnen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen sensibilisieren", erläuterte Professor Hoyer die Zielsetzung des Zentrums.
Die
Gründung des CeC sei eine konsequente Weiterentwicklung der bisherigen
Multimedia-Aktivitäten an den NRW-Hochschulen, betonte die Ministerin.
In der Vergangenheit habe das Land zunächst Infrastrukturen für ein
neues Lehren und Lernen, Arbeiten und Forschen an den Hochschulen auf-
und ausgebaut. Die nordrhein-westfälischen Hochschulen hätten darüber
hinaus allein im Rahmen des Multimediaprogramms des Bundes seit 2001
mit 52,5 Mio. Euro ca. 25 Prozent der Bundesfördermittel für Multimedia
einwerben können.
Kraft: "Das digitale Zeitalter führt zu
nachhaltigen Strukturveränderungen in Forschung und Lehre. Die
Einrichtung des CeC als kompetente Beratungseinrichtung für unsere
Hochschulen ist hier die richtige Antwort. Wir bauen in
Zukunftsbereichen unsere Stärken zielgerichtet aus. Das bayerische
Wissenschaftsministerium kappt dagegen die Zuschüsse für seine
'Virtuelle Hochschule Bayern' von 3, 6 Mio. Euro in 2003 auf 330.000
Euro in 2004."
quelle: Pressemitteilung des Ministerium für Wissenschaft und Forschung NRW


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