Schulbücher wurden durch die Stiftung Warentest auf ihre Qualität hin untersucht und beurteilt. Allgemein könnte man glauben, dass da nicht viel zu holen ist - doch die Ergebnisse lassen aufhorchen, einige Schulbücher erhielten die Note mangelhaft.
Die Stiftung Warentest untersuchte dabei 17 Schulbücher aus den Fächern Geschichte und Biologie. Drei Mal wurde die Note "mangelhaft" ausgestellt.
Interessant ist, dass kein einziges Buch die Note "sehr gut" erhielt. Dabei verfügen die Verlage über große Redaktionen, die eigentlich versuchen, die Zahl der Fehler möglichst gering zu halten. Erstaunlich ist auch, dass viele schlicht sachlich falsche Informationen zu finden waren - es sich also nicht um "einfache" Druckfehler handelte.
"Im Schnitt haben die Tester "auf jeder fünften Seite einen wichtigen Fehler" gefunden. Gemeint ist damit keine Stilblüte, kein fehlendes Komma, keine fehlende Bildbeschriftung - sondern eine falsche Zahl, sachlich falsche Behauptungen." (Quelle: Spiegel-Online)
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Auf jeder Seite ein Fehler
"Neben inhaltlichen Fehlern sind viele Biologiebücher auch didaktisch schwach. Inhalte sind oft zu wissenschaftlich dargestellt und kompliziert formuliert. Manche Seiten sind voll mit kleiner Schrift. Das spricht an Bilder gewöhnte Schüler nicht an. Schnell schalten sie beim Lesen ab. Auch bei Aufgabenstellungen fällt den Verlagen offensichtlich wenig Kreatives ein. Jedes zweite Biobuch erhielt daher nur ausreichende Didaktiknoten." (Quelle: Stiftung Warentest)
Informationen der Stiftung der Warentest (der Test selbst ist gegen 1,- Euro dort online verfügbar)
Schulbücher: Schlechtes Zeugnis
Der Verlag der Bildungsmedien wies die Kritik der Stiftung Warentest "als zu voreilig und als eine in Teilen subjektive Wertung" zurück. Der Verband fordert die sofortige Übermittlung der Mängellisten an die betroffenen Verlage, damit diese Stellung beziehen können. Die Verlage wissen nicht, welche Passagen der Bücher von der Stiftung beurteilt wurden und welche oder wie viele Fehler über die fünf veröffentlichten hinaus gefunden wurden. „Die Verlage erhalten Noten, aber nicht die Klassenarbeit zurück“, beschreibt Verbandsgeschäftsführer Andreas Baer die Situation: „Insofern können sie nicht bewerten, ob die Bücher so fehlerhaft sind, wie die Stiftung dies behauptet.“
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