Eigentlich eine Binsenweisheit: Ein Schulabschluss eröffnet in der heutigen Gesellschaft - wenn überhaupt - das Tor in die Arbeitswelt. Menschen ohne Abschluss haben hier kaum eine Chance. Traurig ist in diesem Zusammenhang die Bilanz der Volkshochschulen in NRW, die auf Grund der Haushaltskürzungen in diesem Jahr schon 2.500 junge Leute abweisen mussten, die nach den Sommerferien an einer Volkshochschule einen Schulabschluss nachholen wollten.
Eine Haushaltskonsolidierung, die auf Kosten der Schwächsten gerade im Bildungssektor erfolgt, können wir nicht befürworten. Analphabeten, Migranten und junge Leute ohne Schulabschluss gehen sicherlich nicht auf die Straße und protestieren, wie es beispielsweise die Studenten in Berlin tun. Allerdings sollte auch die Politik nicht vergessen, dass neben einem Bildungsauftrag auch diese Menschen Wähler sind. Der Bundesverband Alphabetisierung e.V. aus Münster schätzt die Zahl der funtkionalen Analphabeten für Deutschland auf ca. 4 Millionen Menschen, als Wählergruppe sicherlich zu berücksichtigen. Auch wenn sie kaum eine Lobby hat und auch nicht auf der Straße protestiert.
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