Roland Koch machte unlängst Schlagzeilen mit der Forderung bei den Sparanstrengungen auch Forschung und Bildung nicht auszunehmen. Im ARD Morgenmagazin wies Bundesbildungsministerin Annette Schavan diese Vorstöße scharf zurück: "Niemand in Deutschland wartet auf solche Vorschläge."
Im ARD Morgenmagazin wies Bundesbildungsministerin Annette Schavan den Vorstoß von deutlich zurück und nannte ihn "überhaupt nicht nachvollziehbar": "Niemand in Deutschland wartet auf solche Vorschläge". Jeder wisse, dass wer heute nicht in Bildung investiere, morgen ein Mehrfaches in die sozialen Sicherungssysteme investieren müsse.
Dass darüber nachgedacht würde, wie die Schulden abgebaut werden könnten sei völlig klar, erklärte die Bildungsministerin. Verwunderlich sei allerdings zum Einen, dass Diskussionen über künftige Haushalte in den Ländern und im Bund über Interviews geführt werden und zum Anderen, dass genau da angefangen würde, "wo es in dieser Gesellschaft, in dieser Koalition, übrigens auch in vielen Landesregierungen, einen großen Konsens gibt. Alle haben gesagt: wir können der kommenden Generation nicht viele Schulden und ein Bildungssystem mit Schwachstellen hinterlassen. Auch wenn wir uns vieles nicht mehr leisten können; das was wir uns leisten müssen und leisten werden, sind 12 Milliarden für Bildung und Forschung, weil wir jetzt auch in Jahre gehen, in denen es weniger Kinder gibt und weniger Jugendliche. Da kann es nicht sein, dass 60.000 ohne Schulabschluss bleiben, da kann es nicht sein, dass wir schon in wenigen Jahren suchen werden, wo Fachkräfte sind. Ich habe kein Verständnis dafür."
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