Das Statistische Bundesamt hat gestern die Zahlen zum Schuljahr 2007/2008 veröffentlicht. Insgesamt sind die Zahlen rückläufig - mit 9.2 Millionen sind es 157.000 Schülerinnen und Schüler weniger als noch im Vorjahr.
Der Rückgang der Zahlen ist dabei in den "neuen Bundesländern" deutlich stärker. Hierbei werden sich wohl auch in den nächsten Jahren die Zahlen unterschiedlich in Ost und West entwickeln. Während man für den "Westen" weiterhin mit sinkenden Zahlen rechnet, sollen im Osten ab 2009 wieder mehr Schüler zu verzeichnen sein.
Interessant ist auch, dass die Gymnasien einen Zuwachs zu verzeichnen haben.
In nahezu allen Schularten waren die Schülerzahlen rückläufig, lediglich in Gymnasien stiegen sie um 12 200 (+ 0,5%). Daneben hatte auch die schulartunabhängige Orientierungsstufe (in ihr befinden sich vor allem die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen in Grundschulen in Berlin und Brandenburg) einen Zuwachs an Schülerinnen und Schülern von 4 700 (+ 4,7%) sowie die Freien Waldorfschulen von 600 (+ 0,7%) zu verzeichnen. Am stärksten gesunken sind die Schülerzahlen in Grundschulen (- 64 100; - 2,0%), gefolgt von Hauptschulen (- 59 500; 6,2%), Schularten mit mehreren Bildungsgängen (- 12 400; - 4,0%) und Integrierten Gesamtschulen (- 9 800; - 1,9%)." (Quelle: Destatis)
Diese Entwicklung macht es auch für "nachfolgende Einrichtungen" nicht leicht. So müssen sich Universitäten in einem Spagat auf den Doppeljahrgang vorbereiten und gleichzeitig neben diesem Absolventenschub mit insgesamt abnehmenden Studierendenzahlen rechnen.
Hoffnung bietet hier vielleicht die steigende Zahl an Gymnasien und eine evtl. steigende Abiturientenquote.
Weitere Informationen unter: Pressemitteilung Destatis
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