Eine Rezension von Marion Döbert (Bundesverband Alphabetisierung) über eine Untersuchung, die an der Universität Amsterdam durchgeführt wurde: "Das stille Vermögen, eine Untersuchung über die gesellschaftlichen Kosten unzureichender Schriftsprachkompetenzen" (Wim Groot, Herniette Maassen van den Brink.
Das stille Vermögen, eine Untersuchung über die gesellschaftlichen Kosten unzureichender Schriftsprachkompetenzen (Wim Groot, Henriette Maassen van den Brink)
Von Marion Döbert
In der Untersuchung wird deutlich, dass Investition in Bildung und Schriftsprachförderung schon rein wirtschaftlich betrachtet unumgänglich ist, gerade auch für Nationen, deren internationaler Konkurrenzfaktor im Bereich des menschlichen Potenzials liegt.
Ein geringes Schriftsprachniveau führt aber nicht nur zu geminderter Produktivität und geringerem finanziellem Wachstum. Externe Folgen sind darüber hinaus ein schlechterer Gesundheitsstatus in der Gesellschaft, höhere Kriminalität und geringere soziale Kohäsion. Diese Folgekosten werden in der Studie exakt berechnet genauso wie das Finanzvolumen, das jährlich eingespart werden könnte: Das sich aus den Berechnungen ergebende „stille Vermögen“ beträgt 537 Millionen Euro jährlich. Folgerung der beiden Forscher: Investition in Schriftsprachförderung würde zu einem signifikanten Anstieg des Brutto-Inlands-Produkts führen.
Die Untersuchung liegt in einer leserfreundlichen Variante auf Niederländisch vor: http://www.lezenenschrijven.nl/files/publicaties/stil%20vermogen.pdf
„Stil vermogen, een onderzoek naar de maatschappelijke kosten van laaggeletterdheid“
Alle Daten stehen auch zur wissenschaftlichen Überprüfung zur Verfügung. Bezugsquelle:
Bhartie Karels
Universiteit van Amsterdam
Faculteit Economie en Bedrijfskunde
Secretaresse Bestuurs - en Directiezaken
Roetersstraat 11 (E 5.26)
1018 WB Amsterdam
E: b.karels-ganpat [at] uva.nl
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