report München hat sich gestern abend nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als sie sich in einem tendenziösen und vor allem sehr schlecht recherchierten Beitrag "Datenschutz contra Opferschutz" gegen die Vorratsdatenspeicherung stellten. netzpolitik.org hat einige Argumente gegen den Beitrag gestellt.
Die Vorratsdatenspeicherung steht kurz vor der Entscheidung durch das Bundesverfassungsgericht und so gibt es Meinungsmache an allen Fronten. Aktuell ist auf Grund der letzten Diskussionen um den Verkauf privater Daten die Sensibilität eigentlich geschärft und das Thema Datenschutz recht hoch im Kurs - da erstaunt es, dass report München sich so auf die Seite derjenigen schlägt, die für die Vorratsdatenspeicherung sind.
Die im Beitrag angeführten Beispiele passen dann allerdings mehr schlecht als recht und haben im Zweifel wenig mit der Vorratsdatenspeicherung zu tun, teilweise passten die angeführten Fälle dann auch gar nicht zum Thema:
"Die U-Bahn-Schläger aus München im Dezember 2007 sind nicht wegen der Vorratsdatenspeicherung gefasst worden. Diese trat nämlich erst im Januar 2008 in Kraft." (Quelle: netzpolitik.org)
Vielleicht sind ja noch alle Journalisten auf dem Heimweg von Olympia - schade, dass öffentlich-rechtlicher Rundfunk qualitativ so nach unten ausschlagen muss, vor allem da man sonst von report eigentlich bessere Qualität gewohnt ist.
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