Der Stifterverband hat heute einen Bericht zum Thema "Quartäre Bildung" veröffentlicht. Darin ruft er die Hochschulen auf, sich mehr im Sektor Weiterbildung zu engagieren und auf diesem Markt verstärkt Angebote anzubieten.
Grundlage des Berichts ist eine Unternehmensbefragung, demnach bieten die Hochschulen Firmen zu wenig im Bereich der Weiterbildung. Der Stifterverband kritisiert, dass sich Hochschulen zu sehr auf den Bildungsabschnitt nach der Schule und vor dem Berufseinstieg konzentrierten.
Gleichzeitig sieht der Verband aber auch richtig, dass den Hochschulen viel mehr als neben dem Willen, vor allem das nötige Geld fehlt, um in den Weiterbildungsmarkt einzusteigen. Die bisherigen Kooperationen z.B. zwischen Verlagen und Hochschulen wie z.B. die "Hochschule für Weiterbildung", die Klett mit der FU Berlin gegründet hat, kommen kaum aus den Startlöchern.
"Vielen Hochschulen fehlt es dazu noch an Professionalität, Strategien und vor allem Geld. „Um Einnahmen zu erzielen und nachfrageorientiert zu arbeiten, sind Investitionen für Infrastruktur und Konzeptentwicklung nötig. Für dieses neue Geschäftsfeld der Hochschulen brauchen wir ein Investitionsprogramm des Bundes und der Länder im dreistelligen Millionenbereich“, so Schlüter." (Quelle: Stifterverband)
Nun soll es hier also der Staat richten, noch kämpfen die Hochschulen mit den neuen Studiengängen und Dingen wie z.B. der Exzellenzinitiative, die alle viel Zeit und viele Kräfte an den Hochschulen binden. Vor allem wird ein Abgleich zwischen den Interessen, die eine Firma an Weiterbildung hat und den Vorstellungen, die eine Hochschule mitbringt, notwendig sein. Die bisherigen Akteure auf dem Weiterbildungsmarkt werden es sicher auch nur mit eingeschränkter Begeisterung sehen, wenn nun Hochschulen mit staatlicher Unterstützung zur nächsten Konkurrenz aufgebaut werden. Bleibt abzuwarten, wie die Ideen des Stifterverbandes von Hochschulen und Bildungspolitik aufgegriffen werden.
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