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PISA Sonderstudie

PISA Sonderstudie

18.11.2006, (MR)

Mit Pisa-I-Plus wurde nun der dritte Bericht zur PISA-Studie vorgestellt. Im Mittelpunkt dieser Studie stand die Entwicklung im Verlauf eines Schuljahres. Das Design von Pisa wurde erweitert, im Blickpunkt stand die Weiterentwicklung im mathematisch- naturwissenschaftlichen Bereich von der 9. in die 10. Klasse.

Die Studie Pisa-I-Plus
Die PISA-Studie wurde 2003 durchgeführt - mit PISA-I-Plus wurde quasi eine Teilstudie durchgeführt. Wesentlicher Unterschied zur PISA-Studie ist die Erweiterung um Untersuchungsaspekte und vor allem ein zweiter Messpunkt. Die Schülerinnen und Schüler wurden jeweils am Ende der 9. und Ende der 10. Klasse getestet. Zudem wurden bei PIS-I-Plus mehr Schüler getestet.

Die Ergebnisse
Durch die zwei Messpunkte konnte gezielt der Kompetenzzuwachs untersucht werden. Bei der Mehrheit ist in Mathematik zwar ein echtes "Mehr" zu verzeichnen, allerdings besteht diese Mehrheit aus ca. 60 Prozent.

"Auf die Frage, was sie in einem Jahr Mathematikunterricht gelernt haben, müssen etwa 40 Prozent der 16-Jährigen mit 'nichts' antworten." (Quelle: PIS-IPN)

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass PISA-I-Plus feststellt, dass es keinen Zusammenhang zwischen Computernutzung und Leistung in Mathematik gibt.
In den Naturwissenschaften sieht die Entwicklung noch schlechter aus als im Bereich Mathematik:

"Allerdings sind es nur 44 Prozent der Schülerinnen und Schüler, bei denen ein signifi kanter Zuwachs in der naturwissenschaftlichen Kompetenz festzustellen ist. Bei einer Gruppe von 19 Prozent fallen die Naturwissenschaftsleistungen auf der 10. Jahrgangsstufe sogar deutlich schlechter aus als auf der 9. Jahrgangsstufe. Der Kompetenzerwerb bei dieser Gruppe war offensichtlich überhaupt nicht nachhaltig. Die Befunde deuten darauf hin, dass weniger als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler während des letzten Schuljahres auf der Sekundarstufe I deutlich vom Naturwissenschaftsunterricht profi tieren konnte." (Quelle: PISA-IPN)

Zum Schluss noch ein Blick auf weitere Untersuchungen der Studie: Kompetenzentwicklung bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund:

"Die Ergebnisse für die Naturwissenschaften unterstreichen die Bedeutung des Bildungsniveaus der Eltern für die Kompetenzentwicklung. Darüber hinaus konnten für diese Domäne jedoch nicht die gleichen Einfl ussgrößen statistisch abgesichert werden, die für die Mathematik identifi ziert wurden. Insgesamt weisen die Befunde darauf hin, dass gezieltes Fordern und Fördern von Jugendlichen mit Migrationshintergrund notwendig ist und nicht durch Merkmale der sozialen Herkunft in ihrer Wirksamkeit eingeschränkt wird." (Quelle: PISA-IPN)

Wir können an dieser Stelle nur auf einen kleinen Ausschnitt der Studie eingehen. Weitere Informationen erhalten Sie in einem 20-seitigen PDF-Dokument, das die Ergebnisse zusammenfasst.

Zum Schluss noch ein Hinweis: In den letzten Tagen kurz vor Veröffentlichung der PISA-I-Plus-Ergebnisse wurde heftig über die Qualität der PISA-Daten diskutiert. Von Rechenfehlern, Ungenauigkeiten bis hin zu "schlicht nicht brauchbar" wurde da diskutiert.
Auf den Seiten des IPN findet sich nun eine erste Antwort, die den Gegner Rechenfehler unterstellen.

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