Wie einer Pressemitteilung der OECD zu entnehmen ist, steht mit PIAAC (International Assessment of Adult Competencies) der internationale PISA-Test für Erwachsene vor der Tür.
Noch ist nicht ganz klar, wer genau mitmachen wird - Deutschland und Österreich haben ihre Zusage schon gegeben.
Durchgeführt werden soll die Erhebung im Jahr 2011 - Bildungsjournalisten, die heiß auf Rankings sind, müssen sich also noch eine Weile gedulden.
Die Ziele sind schon einmal hochgesteckt:
"PIAAC soll Regierungen umfassendere Informationen liefern, um ihre Bildungs- und Ausbildungspolitik zu evaluieren und zu gestalten. Dazu werden vergleichende Informationen zum Kenntnisstand der Erwachsenenbevölkerung und seiner Verteilung erhoben und untersucht, wie sie Einkommen, Beschäftigung und die Fähigkeit zu lebenslangem Lernen beinflussen." (Quelle: OECD)
Für die Politik dürfte hier vor allem die Reaktion schwierig werden - so wird man den Bereich der Erwachsenenbildung nicht so schnell "umkrempeln" können und kurzfristige Erfolge sind nur schwer zu erzielen.
Da man aber natürlich das "Bildungs-Produkt" (die Erwachsenen) der Schulen entgegennimmt, kann man ja schon einmal an Erklärungen basteln - und mit den Reformen nach PISA wird der Test 2020 auf jeden Fall besser. Falls wir gut abschneiden, hoffen wir, dass die Dinge nach PISA uns 2020 nicht kaputt machen. Auf der anderen Seite: Die Leute, die heute entscheiden, müssen das 2011 und 2020 eh nicht mehr erklären.
In der Pressemitteilung wird allerdings auch deutlich, in welchem Wind die OECD segelt - das sollte man bei aller Begeisterung über PISA auch immer berücksichtigen. Da trifft man immer auf "Wettbewerbsfähigkeit", "globale Wissensökonomie", "Humankapital" etc. - Humboldt hat PISA sicher nicht entworfen.
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