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Personal Learning Evironment (PLE)

Personal Learning Evironment (PLE)

31.10.2010, (MR)

An der TU Graz wurde jetzt so etwas wie eine "Persönliche Lernumgebung" in den Probebetrieb geschickt. Personal Learning Evironment - kurz PLE - nennt sich diese Entwicklung, die weltweit u.a. an einigen Universitäten forciert wird. Die PLE-Umgebung der TU Graz kann mit einem Testaccount ausprobiert werden.

Nach dem Login erwartet einen so etwas wie ein "Persönlicher Schreibtisch" - kleine Fenster sind verteilt auf das Browserfenster. Auf den ersten Blick ist es die Ansammlung an "Widgets", die auffallen: Twitter, Facebook, Google-Dienste um nur einige Beispiele zu nennen. Darüber hinaus dann Zugriff auf Dienste der TU-Graz: Webmail, Vorlesungsverzeichnis, Blogs der TU Graz.

Der persönliche Dektop ist frei konfigurierbar, neue Fenster hinzufügen, Widgets bearbeiten, löschen, umsortieren, alles kein Problem - fühlt sich eben an wie ein Desktop.

Die Intention der Universität scheint klar: Den eigenen Studierenden eine "digitale Heimat" zu geben. Die Hauptdienste, die jemand nutzt unter einer Oberfläche zu aggregieren.

"Die PLE ist ein "Personal Desktop", der im Web-Browser verwendet werden kann. Neben Services der TU Graz (z.B. Webmail, TeachCenter, TUGRAZonline) können auch andere webbasierte Applikationen wie Facebook oder andere Dienste auf Ihrem Personal Desktop eingebunden werden. Dieses Angebot wird um speziell programmierte Lernobjekte erweitert. Sie können Ihren Personal Desktop völlig frei gestalten und nur jene Module einblenden, die für Sie wichtig sind." (E-Learning Blog TU Graz)

Kurz zusammengefasst ist die Idee von PLE Universitätsdienste und "externe WWW-Angebote" unter einem Dach in einer Umgebung anzubieten, Martin Ebner hat einen schönen Foliensatz dazu:

Bevor ich einige weitere Quellen zu PLE anführe noch ein paar "ketzerische" Gedanken. Ist der "Kampf" gegen die externen Dienste nicht längst verloren und ist das nicht die Notreaktion darauf, den Studenten einigermaßen gezielt zu begleiten, in dem ich die "angeblich wichtigsten" Dienste in einem Portal aggregiere. Versuche den Desktop im Browser zu machen gibt es ja schon viele - auch jenseits von PLE. Ich konnte mich damit immer nur mäßig anfreunden. So spannend ist das sowohl auf technischer wie inhaltlicher Ebene finde - ich nutze es selbst meist dann nur eingeschränkt.

Mein "persönlicher Desktop" ist bisher nicht im WWW - ich mag meine(n) Rechner, die darunterliegenden Systeme. Die Software, die ich dort habe ist spezialisiert auf die jeweiligen Dinge. Ich mag meinen Twitter-Client, ich mag Google Maps direkt, meinen Blog-Reader, RSS-Client etc. - in Widget-Format ist das immer irgendwie ein Kompromiss. Den finde ich zwar gut, wenn ich unterwegs bin und meinen Rechner nicht greifbar habe - aber als Zentrum meiner Arbeit kann ich mir das (noch) nicht vorstellen.

Aber neben diesen ketzerischen Gedanken - finde ich den Weg der TU Graz genau richtig. Das auszuprobieren und voranzutreiben, trotz aller Einschränkungen, die es derzeit gibt. Der Weg scheint derzeit immer weiter ins Web zu gehen (bishin zu Googles Chrome OS), von daher ist PLE hier konsequent weitergedacht, von daher bin ich auf Erfahrungen gespannt und wünsche viel Erfolg.

Weitere Informationen zu Personal Learning Evironment (PLE)

 

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