Wieder einmal wird über die Online-Durchsuchung debattiert, Schäuble will sie weiterhin unbedingt in die neuen Befugnisse des BKA integrieren, andere wollen warten. Doch wenn schon Technik gefordert wird, wo die technische Machbarkeit erst noch geklärt werden soll - fordern wir auch direkt das Beamen und den Lichtschwerteinsatz für das BKA freizugeben.
So hat bisher noch niemand erklären können, was denn nun eine Online-Durchsuchung eines Computers sein soll (Trojaner über Updates, Wohnung knacken und Trojaner installieren, mit Anti-Virenherstellern zusammenarbeiten, Windows-Updates manipulieren?).
Doch setzt der zu durchsuchende Terrorist denn Windows ein? Geht der überhaupt online? Wie soll ein Rechner "zielsicher" infiltriert werden, wenn die Einwahl über Router mit mehreren Rechnern erfolgt? Wie war das mit der Verschlüsselung, Truecrypt etc.?
Da gibt es mehr Fragen als konkrete Antworten über das "wie" einer Online-Durchsuchung. Schäuble ist auf jeden Fall dafür, gibt aber ohne große Probleme zu, dass er zu Einzelheiten keine Angaben machen kann, dafür gibt es ja Experten. Nun ist wohl auch Frau Merkel dafür - auch sie wird nicht wissen, wofür sie da genau ist, Hauptsache wir brauchen das im Kampf gegen den Terror. Hauptsache wir haben Experten, die irgendwann irgendjemandem erklären, wie das denn überhaupt gehen könnte.
Dann stellen wir drei Programmierer ein (vielleicht ja zu BAT I oder neu TVL 13?) und dann wird das schon klappen.
Daher fordern wir: Wenn wir schon in der "Terrorabwehr" ernsthaft über Maßnahmen diskutieren, bei denen keiner sagen kann, wie diese Maßnahmen aussehen, wer davon betroffen ist, bzw. wie sichergestellt wird, dass nur der Zielrechner ins Fadenkreuz kommt und dort dann auch nur die "relevante" Kommunikation - also wenn wir solche Zukunftsszenarien diskutieren, dann nehmt bitte auch "Beamen" und das "Lichtschwert" auf.
Damit könnte sich ein BKA-Beamter dann problemlos in die zu überwachende Wohnung beamen, den Trojaner mit Hilfe des Lichtschwerts auf jedem Rechner installieren und ungesehen wieder entschwinden. Noch geht das zwar nicht, aber wir wären gewappnet, wenn es soweit ist.
Herzlichen Dank auch an all die investigativen Journalisten da draußen, die unkritisch die "Online-Durchsuchung" übernehmen, so hat diese es inzwischen schon zur Standardmeldung in der Tagesschau gebracht.
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- Burks (aka Burkhard Schröder) schreibt sich seit Wochen gegen die Online-Durchsuchung die Finger wund, doch er kämpft wohl gegen Windmühlen:
Richter erklärt die Online-Durchsuchung zur Ente
Wie tötet man eine Online-Ente? - Netzpolitik: Schäuble stoibert über die Online-Durchsuchung
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