Das noch junge Zentralabitur in Nordrhein-Westfalen wurde in diesem Jahr von einer unabhängigen Kommission gegengeprüft. Zitat: "Das sind die bestgeprüftesten Abituraufgaben, die es in Deutschland je gegeben hat."
Die nun dritte zentral gestellte Abiturprüfung in NRW lastet als große Verantwortung auf der zuständigen Schulministerin Barbara Sommer. Nach den Problemen der ersten beiden Durchgänge mit Fehlern in Aufgabenstellungen oder teils kaum lösbaren Aufgaben hat sich die Ministerin Hilfe von einer unabhängigen Kommission geholt: 105 Wissenschaftler und Lehrer haben die Aufgaben unter der Leitung von Prof. Dr. Wilfried Bos (Leiter des Instituts für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund) geprüft.
"Dicke Hunde dürften nicht mehr drin sein", so Bos, und weiter: "Das sind die bestgeprüftesten Abituraufgaben, die es in Deutschland je gegeben hat." Der WDR, der das Interview ausgestrahlt hat, kommentierte prompt, ob das nicht schon der erste Fehler im Fach Deutsch wäre. Wenn dafür aber keine Fehler in den Aufgaben sind, wäre es erfreulich. Ministerin Sommer übernahm nach dem verbalen Gütesiegel nochmal ausdrücklich die (selbstverständliche) Verantwortung auch für dieses Zentralabitur 3.0... und sie appellierte an die korrigierenden Lehrer, auch mal Bestleistungen zu vergeben: "Es ist wichtig, die ganze Bandbreite auszuschöpfen."
Streit gibt es derzeit um die Kosten für die Abi-Prüfer: Zusätzlich zu den 180 Fachkräften des Ministeriums kostet die externe Hundertschaft 500.000 Euro im Jahr, laut Ministerin Sommer seien die 6,58 Euro pro Schüler "gut angelegtes Geld", das sollten uns unsere Abiturienten wert sein.
Wir wünschen allen Abiturientinnen und Abiturienten viel Glück und Erfolg und ein gutes und gut geprüftes Zentralabitur... ohne Nachschreibtermin wegen nicht nachvollziehbarer Aufgaben.
Externe Links:
WDR2: Audio-Bericht über die Prüfung mit Zitaten Prof. Bos
WDR: Streit um Kosten für den Abi-TÜV
WDR: Abiaufgaben in der Reifeprüfung
WDR2: Abitur ohne Pannen?
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