NRW baut den Bereich der Ganztagsschulen deutlich aus: Bis 2010 werden 175 Millionen Euro investiert, der größere Anteil geht in bauliche Maßnahmen (100 Millionen). Diese Größenordnung hat die meisten dann doch überrascht und so hält sich die Kritik an dem Programm auch in Grenzen.
Ziel der Landesregierung ist ein flächendeckendes Angebot, dabei sollen Schulen aller Schulformen in Ganztagsangebote umgebaut werden, gleichzeitig sollen klassische "Halbtagsangebote" für alle jedoch in Reichweite verfügbar sein.
"Für die Jahre 2009 und 2010 wird die Landesregierung darüber hinaus zur Umsetzung der Ganztagsinitiative und der pädagogischen Übermittagbetreuung ein zusätzliches Investitionsprogramm aus Landesmitteln im Umfang von insgesamt 100 Millionen Euro zum Ausbau von Mensen und Aufenthaltsräumen auflegen. Das Geld dieses „1.000-Schulen-Programms“ steht insbesondere für Gymnasien und Realschulen, aber auch für Haupt- und Förderschulen zur Verfügung." (Quelle: PM Land NRW)
Damit kommt die Reform (und vor allem das Geld) natürlich passend zur Wahlkampfzeit, doch wichtiger ist, dass die Maßnahmen sich auch wirklich in pädagogischen Konzepten spiegeln bzw. Hand in Hand gehen. Also nicht einfach die Verlängerung des Schultags in den Nachmittag stattfindet und nun alle zusammen nachmittags in der Schule die Hausaufgaben machen und Musikschule und Sportverein in die Schule geladen werden - wichtiger ist vielmehr, die Chance zu nutzen den 45er Minuten-Rhythmus aufzubrechen und die zusätzlich Zeit wirklich zu nutzen um zu einem Wechselspiel aus Lernen, Pausen, Alternativen über den ganzen Tag hinweg zu kommen. Die finanzielle Grundlage wird sicher gelegt, bleibt abzuwarten, was mit dem Geld gemacht wird.
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