Nun ist es dann auch offiziell: Notebooks (PDAs, Handys etc.) dürfen bei der Einreise in die USA durchsucht werden. Zudem dürfen Kopien der Daten erstellt werden, die dann auch weitergereicht werden dürfen.
Der Widerstand, der sich in den USA gegen die Richtlinie hegt, bezieht sich dann meist nur darauf, dass solch ein Umgang einem Amerikaner nicht zugemutet werden kann - für alle anderen scheint das nicht so schlimm zu sein.
In dem Dokument steht zwar, dass vertrauliche Informationen, die gefunden werden, auch vertraulich behandelt werden, aber es ist ein starkes Stück, wenn der Staat anfängt bei der Einreise elektronische Dokumente zu durchforsten - insbesondere, da hierzu kein weiterer Anlass nötig ist.
Das ist die schöne neue Welt in der wir leben und da fragt man sich, was die Aufregung soll, wenn wir mit dem Finger auf China zeigen, weil dort nicht alle Internetseiten zugänglich sind - der aus meiner Sicht viel nötigere und vor allem lautere Aufschrei der Presse bei diesen Aktionen bleibt leider aus.
Vielleicht fehlt den Journalisten die Sensibilität für diese Themen oder sie reagieren dann "allergisch", wenn sie wie bei den Olympia-Internet-Restriktionen selbst betroffen sind. Danach müssten wir darauf warten, dass dem ersten Journalisten seine Festplatte bei der USA-Einreise durchsucht wird.
Vor dem ganzen Hintergrund werden Entwicklung wie sie True-Crypt z.B. mit "Hidden-Containern" angeht immer wichtiger. Hierbei sieht ein Notebook ganz "normal" aus und versteckte Inhalte/Partition werden erst später "sichtbar". Wie die letzten Meldungen zeigten, ist das Verfahren aber noch nicht gänzlich ausgereift, da Spuren nach dem "Einhängen" zurückbleiben, z.B. durch Indexierungsdienste von Office oder Google Desktop.
Weitere Informationen
Informationen zum Artikel