Am Dienstag abend hat Niedersachsen seine Drohung wahrgemacht und
ist aus der Kultusministerkonferenz ausgetreten. Welche Folgen das für
die KMK haben wird, ist momentan noch nicht abzusehen.
Mit dem
Schritt Niedersachsens ist die KMK zunächst einmal zum Ende des Jahres
2005 quasi aufgelöst. Der Vertrag endet damit für alle Bundesländer.
Was aus dem Gremium wird, wie und ob es mit der KMK weitergehen soll, steht erst einmal in den Sternen.
An verschiedenen Stellen wird schon gemunkelt, dass Ministerpräsident
Wulff den Ländern vielleicht einen Bärendienst erwiesen hat. Eine
zentrale Einrichtung, die die Interessen der Länder im Bereich der
Bildung regelte, fällt nun ersteinmal weg. Ob dies in letzter
Konsequenz nicht eher den Bund stärkt und wieder einmal demonstriert,
dass die Länder gerade im Bildungssektor zu langsam und uneinheitlich
reagieren, bleibt abzuwarten.
Wulff muss nun zeigen, dass er das,
was er der KMK vorwirft, besser machen kann. Man darf auf die
Vorschläge gespannt sein, viel zu erwarten ist allerdings
ehrlicherweise nicht.
Schade wäre, wenn viele der nach PISA angefangenen Dinge nun ins Stocken geraten.
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