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Music Animations Machine: Musik visualisiert

Music Animations Machine: Musik visualisiert

19.08.2007, (MR)

1970 hatte Stephen Malinowski eine faszinierende Idee: Musik zu visualisieren und zwar nicht einfach mit bunten Kreisen und wabernden Effekten, wie es uns Winamp und Mediaplayer heutzutage vormachen, sondern intelligenter.

Die ersten Versuche der Music Animation Machine setzte er dann Mitte der 80er Jahre um. Mit MIDI, schnelleren Rechnern und ausgefeilteren Methoden perfektionierte Malinowski die Visualisierung von Musik immer weiter.

Heute hat er eine Webseite, die zum einen auf eine lange Histore zurückschaut und zugleich an vielen Beispielen den interessanten Ansatz der Visualisierung von Musik verdeutlicht.

Was ist die Music Animation Machine?
In den allermeisten Fällen sind Noten der "Ursprung", Musik ist dann für Zuhörer zum Hören, zusätzlich hat er natürlich die Möglichkeit mit Hilfe der Noten die Musik zu verfolgen. Doch wie Malinowski ausführt. ist eine komplexe Partitur für Laien meist nicht wirklich lesbar. Sie hilft weniger beim Verständnis der Musik und ist vielmehr etwas weiteres "Unverständliches".

Die Music Animation Machine visualisiert nun auf eine ganz andere Art als die klassischen Noten Musik. Die Musik wird dabei in farbige Balken ("bars") zerlegt. Die Länge der Balken geben die Länge der Täne an, die Tonhöhe wird angezeigt und farblich sind die einzelnen Stimmen dargestellt.
In der Beschreibung klingt das nun sehr ähnlich wie die Notendarstellung, doch schaut und hört man die Ergebnisse der Music Animation Machine, gibt es wirklich eine außergewöhnliche Darstellung. Komplexe Musik wird deutlich in ihrer Komplexität reduziert und "greifbarer".

Malinowski experimentiert mit den Möglichkeiten seiner Darstellung und überlegt Erweiterungen (z.B. Dynamik). Dabei ist die Music Animation Machine nicht als Ersatz für Noten gedacht, sondern vielmehr eine Möglichkeit für Hörer, die mit der Notation in Form einer Partitur "überfordert" sind einen weiteren Zugang zum Aufbau von Musik zu bekommen.

Mir selbst ist die Music Animation Machine erst in den letzten Wochen begegnet (wie konnte ich das so lange nicht gefunden haben?) - und obwohl ich vor Partituren dann keine Angst habe, gibt es aus meiner Sicht ganz neue und interessante Zugänge.
Wir haben ein Beispiel via YouTube eingebunden, ich kann den Besuch der Webseite der Music Animation Machine aber nur empfehlen: http://www.musanim.com/

 

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