Nach Berichten über eine kritische Schwachstelle im Betriebssystem Windows
stellt Microsoft nun vor dem regulärem Veröffentlichungsdatum der
regelmäßigen Software-Update ein spezielles Sicherheits-Update.
Vor einigen Tagen war ein kritisches Sichereitsproblem bekannt geworden. Mit
dem Grafikformat WMF (Windows Media File) ist es möglich, zusätzlich mit
Gafiken einen Programmcode zu übermitteln. Dies bedeutet, dass es einem
Angreifer möglich ist, Schadensprogramme in einer solchen WMF-Datei zu
verstecken und so ein System zu infizieren, um z.B. Passwörter zu
erschleichen, oder weitere Schadensprogramme wie z.B. Trojaner auf den
Rechner nachzuladen.
Das besondere an dieser Art des Sicherheitslecks: Anders als bei gängigen
Viren, Würmern und anderen Schadensprogrammen, die oftmals als Anhang in
E-Mails verschickt werden und erst geöffnet und ausgeführt werden müssen,
um aktiv zu werden, genügt es in diesem Fall schon, eine infizierte Grafik
mit dem Internet Explorer anzuschauen.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) berichtete,
dass erfolgreiche Angriffe bislang über E-Mail, hier insbesondere in
Grusskarten zum neuen Jahr, dem Anschauen infizierter Seiten im Internet
und über gemeinsam genutzte Dateisysteme stattfanden.
Werden Grafiken im WMF-Format abgespeichert, so tragen die Dateien die
3-buchstabige Dateierweiterung ".wmf".
Ein Sicherheitsupdate mit der Bezeichnung kann ab sofort unter der Adresse
http://www.microsoft.com/technet/security/bulletin/ms06-001.mspx
bezogen werden.
Das BSI fordert alle Nutzer des Betriebssystems Windows mit Nachdruck dazu
auf, ihr Betriebssystem mit dem oben genannten Softwareupdate zu
aktualisieren. Darüber hinaus sollten die PC-Nutzer ihre
Virenschutzprogramme aktualisieren und keine Dateianhänge aus E-Mails, die
ihnen verdächtig vorkommen öffnen.
Hintergrundinformationen zu der Schwachstelle auf den Internetseiten des BSI
http://www.bsi.de/av/texte/windowswmf.htm
Erklärung: Trojanisches Pferd oder Trojaner
http://www.bsi.de/literat/faltbl/F33Trojaner.htm
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