Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet heute, dass im letzten Schuljahr mit 412.000 Schülerinnen und Schülern wieder mehr junge Mensche die Hochschul/Fachhochschulreife erworben haben als im Schuljahr zuvor.
Insgesamt stieg die Quote damit zum Vorjahr um 3,2 Prozent.
Noch deutlich wird die allgemeine Entwicklung, wenn man sich die Zahlen in Bezug zu den letzten 10 Jahren betrachtet:
"Im Vergleich zum Schuljahr 1995/96 ist die Zahl der Absolventinnen und Absolventen mit Hochschul- oder Fachhochschulreife um 30,7% (+ 96.700) gestiegen. Dabei war der Anstieg bei denjenigen mit Fachhochschulreife mit 75,0% (+ 55.000) deutlich stärker als bei denjenigen mit Hochschulreife (+ 17,3%; + 41.800)." (Quelle: destatis)
Zumindest die Entwicklung geht in die richtige Richtung - brauchen wir doch nicht zuletzt auch in allen Bildungsstudien immer wieder gefordert, eine höhere Quote an jungen Menschen, die "studieren".
Dabei geht es jedoch nicht darum nur die nominelle Quote zu erhöhen (also nicht das Niveau so lange senken, bis die Quote stimmt), sondern gezielt fördern und gerade bildungsferne Zielgruppen frühzeitig erreichen. Am Schluss einer solchen Entwicklung steht dann (auch) eine Steigerung der Abschlussquoten eines Jahrgangs.
Zugleich bleibt zu hoffen, dass Studiengebühren nicht dauerhaft dazu führen, dass für einige ein Studium "unattraktiv" wird, weil es sich zu einem finanziell nicht kalkulierbaren "Risikio" entwickelt. Hier müssen auch weiterhin wenn denn mit Studiengebühren gearbeitet werden soll, Stipendiensysteme aufgebaut werden.
Weitere Informationen
Informationen zum Artikel