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Medientipp: Schlecht in der Schule

Medientipp: Schlecht in der Schule

04.07.2008, (MR)

Am Mittwoch 09. Juli 2008, sendet 3sat um 20:15 Uhr den Beitrag "Schlecht in der Schule", einen Dokumentarfilm von Bruno Meyer und Hanspeter Riklin, der sich mit dem Thema Grundbildung bei Schweizer Schulabgängern auseinandersetzt.

Der Film geht einem Grundbildungsprojekt in der Schweiz nach, das Jugendlichen helfen soll im Bereich Lesen, Schreiben und Rechnen den Anschluss zu finden, um so die Mindestvoraussetzungen für den weiteren Lebensweg zu haben.
Die Schweizer Probleme sind ohne große Mühen auf unser Bildungssystem übertragbar. Auch in Deutschland verlassen fast 10 Prozent die Schule ohne einen Abschluss erlangt zu haben. Der Bundesverband Alphabetisierung geht nach eigenen Schätzungen von 4 Millionen erwachsenen Analphabeten in Deutschland aus. Es gilt einerseits das (Schul-)system so zu gestalten, dass die Quote von 10 Prozent sinkt und gleichzeitig diejenigen eine Chance erhalten, die den Anschluss schon "verpasst" haben.

Aus der Ankündigung:

"15.000 Schweizer Schulabgänger - darunter viele mit ausländischen Wurzeln - haben so große Mühe mit Lesen und Rechnen, dass eine Lehre für sie kaum in Frage kommt. Ohne Beruf droht ihnen aber ein Leben am Rand der Gesellschaft.
Gemäß den neuesten Pisa-Zahlen haben rund 15.000 Schulabgänger in der Schweiz schlechte Karten bei der Lehrstellensuche. Vielen von ihnen war die Schule ein Graus, gelernt haben sie weder das ABC noch das Einmaleins. Die Gruppe der neu Zugewanderten ist davon besonders betroffen. Doch wer nicht einmal rudimentär lesen, schreiben und rechnen kann, hat große Schwierigkeiten bei der Lehrstellensuche. Auch die Umgangsformen und die Sprachfähigkeiten der Jugendlichen genügen dem Anspruch der Gesellschaft oftmals nicht. Weil gleichzeitig die Anforderungen in der Berufswelt gestiegen sind, findet ein brutaler Selektionskampf statt: Gymnasiasten verdrängen Sekundarschüler, diese die noch schlechter Qualifizierten. Auf der Strecke bleiben diejenigen, die nicht lesen und rechnen können und auch sonst orientierungslos sind. Sich im Wirrwarr der Berufe und Ausbildungen, der Kurz- und Volllehren orientieren zu müssen, überfordert sie. Der Unternehmer und Politiker Otto Ineichen hat mit "Speranza 2000" ein Förderprojekt gegründet, das die Schwächsten vor dem Ausschluss bewahren soll: Das Projekt hilft, verpassten Schulstoff nachzuholen, bietet zweijährige Grundausbildungen und baut ein betriebliches Netzwerk für leistungsschwache Jugendliche auf.
In dem Film von Bruno Meyer und Hanspeter Riklin kommen betroffene Jugendliche zu Wort." (Quelle: 3sat)

3sat
09. Juli 2008, 20:15 Uhr
Schlecht in der Schule

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