Wissenschaft, die Wissen schafft: Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat ausgerechnet, wie groß der ökonomische Vorteil höherer Bildung, die "Bildungsrendite", genau ist. Das Ergbnis ist erstaunlich: Akademiker und beruflich Qualifizierte verdienen mehr als Ungelernte und sind zudem seltener arbeitslos als gering Qualifizierte. Diese Topinformation wird sicher die notorisch faulen Transferleistungsabgreifer in Scharen in die Weiterbildung treiben - die Sonntags gepredigt und während der Sitzungswochen in den Länderparlamenten zurechtgekürzt wird.
Heute veröffentlichte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelte Studie "Bildungsrenditen in Deutschland - Einflussfaktoren, politische Optionen und volkswirtschaftliche Effekte". Darin wird der finanzielle Vorteil der sich aus einem höheren Bildungsabschluss langfristig ergibt, errechnet: Die Bildungsrendite.
"Die Bildungsrendite ist der Prozentsatz, mit dem sich das während des Studiums entgangene Einkommen durch höhere Verdienste im späteren Berufsleben verzinst." (IW)
Die jährliche Rendite eines Studienabschlusses beläuft sich laut IW auf durchschnittlich 7,5 Prozent.
Mit anderen Worten: Bildung lohnt sich. Wer gut ausgebildet ist, verdient mehr als jemand mit niedrigerem Bildungsabschluss. Wem das bislang noch nicht einleuchtete, hat jetzt also auch eine Zahl und kann nun nachrechnen, ob es sich eher lohnt, einen Master zu machen oder ob die Kasse nicht schneller und besser klingelt, wenn die Lehre abgebrochen und direkt der Thekendienst im Sonnenbankstudio aufgenommen wird.
Neben solchen Knallernachrichten finden sich aber auch andere Feststellungen, die - obwohl auch allbekannt - unterstrichen zu werden verdienen:
So könne laut IW der Staat durch Stipendien, Bafög und Kredite die Voraussetzungen dafür verbessern, dass sich mehr Menschen überhaupt für ein Studium entscheiden. Ebenso sei es für die Bildungsrendite vorteilhaft, Absolventen mit einer Berufsausbildung die Möglichkeit zu bieten, auch ohne Abitur zu studieren, oder Eltern durch bessere Betreuungsmöglichkeiten für Kinder ein Studium zu ermöglichen.
Die Studie steht als PDF (142 Seiten) zum Download zur Verfügung.
(Quelle: PM BMBF/IW)
Informationen zum Artikel