Was passiert in Familien, denen "Fernseher, Spielekonsolen und Computer" weggenommen werden? Kehrt Langeweile ein? Funktioniert der Alltag überhaupt noch ohne diese Medien? Die BBC unternahm den Versuch, der in DER SPIEGEL (Printausgabe) kurz geschildert wird.
DER SPIEGEL beschreibt den Versuch wie folgt:
"In Kooperation mit dem Psychologen Barrie Gunter von der University of Leicester untersuchte der Sender den Medienkonsum von 23 Kindern im Alter von sieben und acht Jahren über einen Zeitraum von fünf Wochen. Bei jedem zweiten Kind wurden die Unterhaltungsgeräte für 14 Tage eingezogen."
Schon in diesem überschaubaren Zeitraum stellen sich einige einschneidende Änderungen ein:
Die Kinder sind ausgeschlafener, die Hausaufgaben werden "mit größerem Enthusiasmus erledigt", Brettspiele ersetzen die fehlenden Computerspiele und das Radio die fehlende "Dauerberieselung" des Fernsehers.
Aufgrund dieser Ergebnisse fasst DER SPIEGEL sein Fazit in der Überschrift zusammen:
"Mehr Familienleben ohne Fernsehen".
Meiner Meinung nach ist eine nicht zu unterschätzende positive Auswirkung, dass mehr Kommunikation innerhalb der Familie stattfindet, da es die Ablenkung durch die Medien nicht mehr gibt.
Es wäre sicher wünschenswert, wenn dieser Versuch Auswirkungen auf den tatsächlichen Umgang mit Medien in Familien hätte:
Träumen soll ja erlaubt sein...
zitiert aus DER SPIEGEL Nr. 26/25.6.07; S. 131
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