In Baden-Württemberg gibt es momentan eine verquere Diskussion. Zum Erhalt von Gebäuden des Schlosses Salem sollen Kunstschätze verkauft werden. Mit dem Erlös soll der Erhalt angeblich gesichert werden.
Der Kunstschatz ist die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek.
In der Region organisiert sich der Protest - drohen doch auf der einen Seite Handschriften durch den Verkauf verlorenzugehen:
Durch der Verkauf sollen insgesamt 70 Millionen Euro zusammenkommen, die in eine Stiftung fließen sollen.
"Besonders scharf kritisierte die Leiterin der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek, Claudia Fabian, das Vorhaben der Landesregierung. «Dreist, skandalös und Vandalismus, das sind alles Begriffe, die hier passen», sagte die Münchnerin am Freitag im Deutschlandradio Kultur." (Schwab-Münchner Allgemeine)
Aber welchen Sinn macht es, Kunst gegen Kunst zu tauschen. Symbolisch kommt die Diskussion natürlich auch denkbar passend: Zum Start der Buchmesse wird der Ausverkauf alter Handschriften diskutiert - hervorragend!
Eine ausführliche Dokumentation der Diskussion findet sich auch archiv.twoday.net
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