Gestern ist der Kampf "Mensch gegen Maschine" zu Ende gegangen und die Maschine hat sich mit 4:2 Punkten durchgesetzt. Kramnik riskierte in der letzten Partie viel gegen das Schachprogramm Deep Fritz und musste sich schlussendlich geschlagen geben.
Ob mit diesem Vergleich das Ende der "menschlichen Ära" im Schach erreicht ist und demnächst auch der allerbeste Mensch keine Chance mehr gegen einen Computer haben wird - wird diskutiert und steht zu vermuten.
Schon heute hat der durchschnittliche Schachspieler keine Chance gegen die guten Programme - auch wenn diese nur auf dem heimischen PC-Boliden laufen.
Auf der anderen Seite hat sich bei Kramnik im Rückblick nur sein Blackout aus Partie 2 gerächt. Danach lag Fritz vorne und zwang Kramnik mehr oder weniger in der letzten Partie zum Risiko - dazwischen lagen spannende Partien, die alle Remis ausgingen - also vielleicht doch noch nicht alles verloren, ein Gesamt-Unentschieden wäre sicher möglich gewesen.
Die Übertragung der Partien auf Spiegel-Online & Co war (zumindest für Schachspieler) sehr interessant und gut gemacht. GM Helmut Pfleger als Kommentator und Moderator weckte Erinnerungen bei mir an alte WDR-Übertragungen. In den Interviews wurden interessante Gäste präsentiert - die Medien sollten sich ruhig öfter der Sportart Schach annehmen, Mensch gegen Maschine ist sicherlich ein Highlight aber auch Mensch-Mensch Partien haben ja ihren Reiz.
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