Dass Konditionierung - zum Leidwesen vieler Pädagogen - ein Konzept ist, das funktioniert, ist nicht wirklich eine Neuigkeit. Rund um Bonn setzt nun die Autobahnpolizei auf die Konditionierung der Autofahrer - wie es scheint mit Erfolg.
So ziemlich alle Pädagogen dürfen sich irgendwann in ihrem Studium mit Konditionierung auseinandersetzen. Klassikerbeispiel ist der Pawlowsche Hund (klassische Konditionierung). Komplexere Konditionierungsmethoden werden immer wieder häufig eingesetzt, um erwünschtes Verhalten zu erzeugen oder unerwünschtes Verhalten zu senken.
Rund um Bonn gibt es momentan mehrere größere Autobahnbaustellen mit all den Facetten, die Autofahrer zu bieten haben (sich nicht an die 80 halten, was war nochmal Reißverschlussprinzip etc.). Aus Sicht der Polizei sicher das immer wieder gleiche unerwünschte Verhalten - Bestrafungen oder auch die Androhung von Strafe wirkt nur selten doch seltsamerweise sind wir auf die grün-weißen Autos konditioniert. Das funktioniert wohl immer und das hat auch die Autobahnpolizei gemerkt und nutzt es einfach aus - lang leben die Konditionierung.
Und so parken tag und nacht auf dem Seitenstreifen rund um Bonn zwei alte grün-weiße Polizei-Bullis (inzwischen mit beschlagenen Scheiben) - aber dank der Konditionierung der Autofahrer spielt das keine Rolle. Kaum sehen sie den Bulli am Rand mitten in der Baustelle - wird artig abgebremst.
Zu lange sollte sich die Polizei auf die Methode allerdings nicht verlassen - die Lerntheorie sagt, dass Verstärkungspläne variiert gehören (und Bestrafung nur selten etwas bringt). Und ehe es Missverständnisse gibt - wir wollten nur auf die nette Idee der Polizei in Bonn hinweisen - an Geschwindigkeitsbegrenzungen in Baustellen sollte man sich auch ohne "Tarn-Bullis" halten.
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