Wie sieht der Mensch, wie nimmt er seine Umwelt wahr? Die "Bildverarbeitung" des Menschen ist dabei deutlich mehr als ein einfaches Abbild, Kognition, Erwartungen usw. spielen eine Rolle. An der TU Wien wird nun die Kaffeeküche zum Experimentierfeld.
Ziel der Forscher ist es eine technische Bildverarbeitung in der überschaubaren "Kaffeewelt" zu entwickeln, die den Mensch unterstützt.
""Die Kaffeeküche ist ein intelligenter Raum, der mit Kameras ausgestattet ist. Sie soll beispielsweise automatisch erkennen, ob in der Küche gerade eine Besprechung stattfindet oder der Kaffee bald zur Neige geht. Menschen auf diese Dinge aufmerksam zu machen und in ihren Tätigkeiten zu unterstützen, sind die zentralen Aufgaben eines kognitiven, persönlichen Assistenten. Jeder kennt es von den berühmten Fahrerassistenzsystemen, die von Einparkhilfen bis zur Gefahrenerkennung reichen", berichtet Markus Vincze vom Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik an der Fakultät für Elektrotechnik der TU Wien. Ein anderes denkbares Szenario wäre die Bedienungsanleitung der Kaffeemaschine visuell darzustellen. Vincze: "Jemand, der das Gerät noch nie bedient hat, sieht auf einem Display oder in die Brille eingeblendet eine Person, die gerade den richtigen Knopf drückt."" (Quelle: TU Wien)
Kaffee spielt in naturwissenschaftlichen Umgebungen schon lange eine große Rolle - die erste Webcam bewachte auch tapfer die Kaffeemaschine und meldete den Füllstand in die Stockwerke.
Die Wiener gehen allerdings ernsthafter an das Thema heran und es wird deutlich, dass eine Kaffeeküche schnell zu einer komplexen Umgebung wird, wenn man beginnt die Objekte und Handlungen dort immer genauer zu abstrahieren:
"Was für das menschliche Sehsystem als Information relevant ist, ist es auch für das technische System. Welche Dinge muss man sehen, erkennen, verstehen und sich merken, um in weiterer Folge richtige Handlungen daraus ableiten zu können." Menschen bringen sehr viel aus Ihrer Erfahrung mit. Sie sehen etwas und verbinden das ganze sofort mit einem abstrakten Konzept. Ion: "Für uns ist es total einfach einen Knopf auf der Kaffeemaschine zu drücken. Ein Rechner kann im besten Fall Koordinaten der einzelnen Bewegungen messen." Für die technische Beschreibung bedarf es aber besonders robuster Koordinaten. Damit ist gemeint, dass sie in möglichst vielen unterschiedlichen Situationen funktionieren sollten." (Quelle: TU Wien)
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