Heute abend finden in Köln wieder einmal die "Kölner Lichter" statt. Feuerwerk passend zur Musik, so lässt sich das Spektakel auf einen Nenner bringen. Der Komponist Günter Hässy hat mit "Colonia ab urbe condita" die Musik komponiert - der Titel wird dank einer falschen Agenturmeldung momentan durch die Online Redaktionen verwurstet.
Die Komposition heißt "Colonia ab urbe condita" - übersetzt mit "Köln - von Gründung der Stadt an". Dabei ist "ab urbe condita" eine lateinische Floskel, die sich ursprünglich meist auf Rom bezog und für die römische Jahreszählung steht (Wikipedia: Ab urbe condita (Chronologie).
Als Titel ganz nett - widmen sich die Kölner Lichter also der Geschichte Kölns. Aber nun kommen die Medien ins Spiel - und bei einigen geht das mit dem Latein ziemlich schief, gleichzeitig setzt sich auch hier fort, dass Agenturmeldungen inzwischen ziemlich unkorrigiert einfach übernommen werden. Und so findet man u.a. bei ddp, der Aachener Zeitung, der Kölnischen Rundschau und (das ist richtig bitter:) bei koeln.de die grauselige Formulierung, dass heute abend: "Colonis ab urbe condicta" aufgeführt wird.
Wenn Sie das in Google eingeben, schlägt hier sogar die Korrektur an und fragt: "Meinten Sie .. " - der Vorschlag stimmt zwar auch nicht, ist aber etwas besser (aus Colonia möchte Google Colonie machen, der Rest stimmt aber).
Wir wollen nicht zu lange darauf herumreiten - aber ein schönes Beispiel, wie sich offensichtlich eine Pressemitteilung über ddp verbreitet und selbst die Hauswebseite koeln.de den Fehler nicht merkt und Artikel schnell mit Copy&Paste zusammengeschustert werden.




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1 Kommentar(e) zu "Kölner Lichter, die Medien und Latein"Hättet halt gleich den Papa fragen sollen. Der konnte auch gar nicht so richtig lachen, weil er immer an meinem Nachfragen sich störte und ständig schon das Latein korrigieren wollte. Gruß Mama
15.07.2007 13:39
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