Vorhin im Werbeblock, einer dieser Werbespots zur Geldanlage für Jugendlicher: Klingeltöne. Eigentlich dachten wir, das wäre längst zu Ende - zumindest die Werbung versucht auf sich aufmerksam zu machen.
Kinderlieder stehen dort ja schon länger hoch im Kurs - wir denken voller Grauen an das "Kleine Krokodil". Diesmal trällert "Kommt ein Vogel gefolgen" aus dem Fernseher. Dazu fliegt ein ziemlich "zerzauster" Vogel durchs BIld und der Klingelton heißt tatsächlich "Vogelgrippe".
Nun denn, holt sich der Jugendliche (oder wer auch immer) für ein paar Euro die Vogelgrippe auf das Handy, bleibt zu hoffen, dass die Botschaft zwischen Ironie, Zynismus und Aufmerksamkeitssucht das wert ist.
Aber im Rahmen der Währung "Aufmerksamkeit" ist ja einiges "erlaubt" und schlechter Geschmack war schon immer "in" und so wird aus einer Seuche ein Klingelton.
Aber es scheinen ja Menschen den Klingelton zu kaufen, sonst würde die Werbung ja nicht gesendet. Gerade bei dieser Form der Werbung dürfte sich auch sehr genau die Effektivität überprüfen lassen (Aussendezeitupunkt des Werbespots und Zahl/Zeitpunkt der Abrufe dürften genau ausgewertet werden).
Aber das ist sicher nicht das Ende der Fahnenstange, die Werbeindustrie wird uns sicher bald zeigen, dass uns auch die Vogelgrippe nicht mehr erstarren lässt, dann wird sicher noch eine Etage tiefer im Schlamm gewühlt.
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