Basis in der Schweiz ist das "Volksschulgesetz" (2005), das eine Erweiterung der Schulpflicht auch auf den Kindergarten ab dem Schuljahr 2008/09 vorsieht.
Zeitgleich mit der Ausweitung gibt es nun auch einen Lehrplan für den Kindergarten im Kanton Zürich, der sich aktuell in der Eprobung befindet. Hier finden sich verschiedene Dokumente, Basiskompetenzen, Infobriefe und Zeitpläne, die einen guten Überblick über die dortige Entwicklung geben.
Parallel zur Einführung der Schulpflicht ab vier müssen sich nun auch die privaten Kindergärten sozusagen "akkreditieren" lassen, um den Auftrag der staatlichen Schulpflicht erfüllen zu können:
"Für die Erteilung einer Bewilligung werden folgende Kriterien überprüft: Die Lehrpersonen müssen für ihre Tätigkeit genügend ausgebildet sein und für den Unterricht müssen geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Die Trägerschaft des privaten Kindergartens muss Gewähr bieten, dass die Schülerinnen und Schüler keinen pädagogischen oder weltanschaulichen Einflüssen ausgesetzt werden, die den Zielen der Volksschule in grundlegender Weise zuwiderlaufen. Die Trägerschaft ist verpflichtet, ihre Verbindungen zu ideellen Vereinigungen zu veröffentlichen und über ihre Eigentumsverhältnisse und die personelle Besetzung der leitenden Funktionen Auskunft zu geben." (Quelle: Bildungsdirektion, Kanton Zürich)
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1 Kommentar(e) zu "Kindergarten in der Schweiz obligatorisch"Sehr geehrter Herr Ragg Es ist Ihr Verdienst, den Wortlaut (es handelt sich um Gesetzesauszüge) der Mitteilung aus der Bildungsdirektion widergegeben zu haben. Bei allem Nachteil hat dieser Text "dass die Schülerinnen und Schüler keinen pädagogischen oder weltanschaulichen Einflüssen ausgesetzt werden, die den Zielen der Volksschule in grundlegender Weise zuwiderlaufen" ein grosses PLUS: Die Volksschule deklariert sich selber als eine Indoktrinierungsanstalt für Weltanschauungen. Leider macht Staatsgläubigkeit - es ist die bei uns in der Schweiz vorherreschende Volksreligion - derart blind, dass die wenigsten Leute drauf kommen, dass Schule immer Weltanschauungen vertreten und verbreitet hat, ob in Deutschland, Amerika oder der Schweiz. "Wertneutraler Unterricht" ist ein Unwort, doch dient es als Schlüsselwort zur Instrumentalisierung des staatlichen Bildungsmonopols zur Verbreitung lebensfeindlicher Ideologien.
04.01.2008 23:07
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