Bleibt alles gleich. Einer Studie zufolge haben Kinder und Jugendliche 2008 immer mehr Geld für privaten Konsum zur Verfügung, gehen damit aber verantwortungsvoll um. Steigende Preise führen eben auch bei Kindern und Jugendlichen zu reflektiertem Konsum. Bei den Ausgaben steht der Klassiker Kleidung weit vorn. Interessant: Kinder und Jugendliche geben auch 2008 mehr Geld für Bücher als für Computerspiele aus.
"Du schuldest mir 298.165 Dollar und 34 Cent" - mit dieser Replik
wehrte der Fernseh-Vater Bill Cosby in der Sitcom "Bill Cosby Show" die
Wünsche seines Sohnes Theo nach mehr Taschengeld ab.
In der Tat: Kinder
kosten Geld. Und so, wie die Kosten beim Benzin, Wohnen und in anderen
Bereichen zunehmen, steigen auch die mit Kindern verbundenen Kosten,
durch die wachsenden Möglichkeiten und wachsenden Ansprüche: Das Handy,
die Playstation und der ewige Klassiker Markenklamotten reißen größere
Löcher in den elterlichen Geldbeutel - und machen Kinder und
Jugendliche zur stark umworbenen Konsumgruppe: 23,1 Milliarden Euro
stehen den sechs-
bis 19-jährigen Deutschen in diesem Jahr zur Verfügung, etwa 9% mehr
als 2006.
Jetzt hat das Münchner Meinungsforschungsunternehmens Iconkids & Youth 1447 junge Menschen zu ihrem Konsumverhalten befragt. Zentrales
Ergebnis: Zwar haben Kinder und Jugendliche mehr Geld zur Verfügung.
Aber sie gehen mit dem Geld verantwortungsbewusst und sparsam um. So träfen sich Jugendliche häufig privat, um Geld zu sparen.
Kritiker werden dabei auf die problematischen Nebeneffekte wie das "Pegelsaufen" verweisen: Weil Getränke auf Partys und in Diskotheken zu teuer sind, werden Jugendliche aus den öffentlichen Orte verdrängt, treffen sich privat und betrinken sich mit billig gekauftem Alkohol.
Der ewige Klassiker Kleidung macht mit 4,4 Milliarden Euro auch bei der Jugend 2008 den größten
Ausgabenposten aus. Auf Rang zwei liegt weiterhin das Weggehen mit 2,7
Milliarden Euro. Das, so finden die Studienleiter, zeige immerhin, dass
die Jugendlichen nicht nur vor dem Computer sitzen. Auf dem dritten
Platz stehe das Handy mit 2,2 Milliarden Euro, gefolgt von Eintrittskarten und
Essen.
Bemerkenswert: Entgegen aller Unkenrufe geben Jugendliche auch heute immer noch mehr Geld für Bücher, Zeitschriften und Comics aus, als für Computerspiele. Ob dies daran liegt, weil sich Jugendliche die teuren Computerspiele lieber von Eltern und Großeltern schenken lassen und sich von ihrem schmaleren Budget die günstigeren Medien kaufen ..?
(PM)




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