Als die Meldung gestern über die Agenturen tickerte, dass Sabine Christiansen mit ihrem "Polit-Talk" im nächsten Jahr aufhören wird - konnte es kaum jemand glauben. Das klang zu sehr nach 1. April und Sommerloch, zudem ihr Nachfolger Günther Jauch sein soll.
Immerhin 10 Jahre hat Sabine Christiansen den "politischen Abend" in der ARD nach dem Tatort gehabt. Und an ihr haben sich immer wieder heftige Diskussionen entzündet. Ich selbst konnte ihre Art zu moderieren nie gut finden und habe auch die Kombination der immer wieder gleichen Gäste zu unterschiedlichen Themen nie verstehen können.
Aber Sabine Christiansen ist zu einer Instanz geworden, die nun mit ihrem Talk aufhört. Vielleicht ist ja eine Erklärung, dass mit der großen Koalition einfach zu wenig Konfliktstoff da ist - man kann ja nicht dauernd die ganze FDP in die Sendung einladen.
Reinhard Mohr formuliert es im Spiegel schön auf den Punkt:
"Und wenn ein unerbetener Rat erlaubt wäre: Sabine Christiansen sollte gleich aufhören, hier und jetzt. Es wäre ein Segen für alle Beteiligten." (Quelle: Spiegel)
Und dann als Nachfolger Günther Jauch - und das in der ARD, da stellen sich ganz neue Fragen. Und die Medien erfreuen sich an dem Thema, schreiben Abschiedsbriefe an Christiansen:
"Doch ich will ehrlich zu Dir sein: Unsere Welt ist schnelllebig, und zehn Jahre "Christiansen", mit Verlaub, sind eine kleine Ewigkeit im Medienzeitalter. Günther Jauch wird nun kommen oder wer auch immer. Es ist egal. Wichtig ist nur: nach dem Tatort." (Quelle: Süddeutsche Zeitung)
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