Immer mehr Universitäten zeigen sich äußerst irritiert und verägert
über die Politik Hessens und des hessischen Ministerpräsidenten Koch im
Rahmen der Hochschulpolitik. Mit einer Verfassungsklage soll jetzt das
BMBF-Programm zur Unterstützung von Studienreformen gestoppt werden.
Koch hat sch anscheinend vorgenommen, möglichst alle Aktivitäten des BMBF wenn es geht zu torpedieren. Um Inhalte geht es hier anscheinend schon lange nicht mehr - vielmehr scheint es ausschließlich um möglichst viel Macht für die Bundesländer zu gehen.
Die Hochschulrektorenkonferenz hat jetzt noch einmal vehement darauf hingewiesen, dass die Hochschulen davon abhängig sind, dass möglichst bald zu einer inhaltlichen Debatte zurückgekehrt wird.
"Koch hat sich die falsche Plattform gewählt, um seinen
Föderalismusstreit auszutragen. Die Modularisierung von Studiengängen,
die Einführung von Leistungspunkten und die Umstellung auf Bachelor-
und Masterstudiengänge sind wesentliche Elemente um die Attraktivität
des Hochschulstandorts Deutschland zu steigern. Wer diese Entwicklung
blockiert, handelt verantwortungslos", äußert sich der Regensburger
Rektor Alf Zimmer, "zumal die anderen Hochschulen an den
Projektergebnissen partizipieren werden. Bereits jetzt bringt die
Universität Regensburg in Workshop-Reihen der HRK ihre Kompetenzen ein
und berät andere Hochschulen." (Quelle: IDW)
Auch der Spiegel geht in einem Artikel aktuell auf diese Diskussion ein: Erbarmen, zu spät! Die Hessen kommen
Schaut man sich die Aktionen Hessens der letzten Monate an, bekommt man immer mehr den Eindruck. dass hier eher nach mit Publicity-Grundsätzen gearbeitet wird. Lieber eine dreckige Schlagzeile, als gar keine. Schade um die deutsche Bildungslandschaft.
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