Es gibt wieder einmal eine neue Studie zur Internetnutzung in Deutschland, diesmal vom Institut für Demoskopie Allensbach. Neben dem reißerischen Titel der Pressemitteilung "Internet überholt Zeitung als Info-Quelle", gibt es jedoch einige interessante Charts in den Veröffentlichungen bei Allensbach.
Kurz vorweg geschickt - schaut man sich die Webseiten von Allensbach bzw. deren Computer- und Technik Analyse an (www.acta-online.de) frage ich mich als erstes, wie man denn bitte mit einer derartigen Webpräsentation zu einer Internet-Studie ernst genommen werden will. Der Webauftritt kommt mehr als altbacken daher, Frames überall - da fällt es mir schwer, die Wichtigkeit von "online" zu erkennen. Wenn "online" nach den eigenen Erhebungen so wichtig ist, sollte man das vielleicht auch in der eigenen Internetpräsentation wiederfinden.
" Besonders deutlich wird die Verschiebung in der Mediennutzung laut der ACTA-Analyse bei den jüngeren Bundesbürgern mit Hochschul- oder Fachschulabschluss. So gaben innerhalb der 20- bis 39-Jährigen mit 51 Prozent bereits mehr als die Hälfte der Befragten an, das Internet als wichtigste Informationsquelle für das aktuelle Geschehen zu nutzen. Die Zeitung, die immerhin noch 46 Prozent als wichtigste Quellen sehen, wurde somit in diesem Jahr erstmals überholt." (Quelle: Pressemitteilung Allensbach)
Aus meiner Sicht wird in diesem Vergleich aus Sicht der Zeitung an der ungünstigsten Stelle gezogen. Die Zeitung hat als Quelle für tagesaktuelles Geschehen keine echte Chance, dafür sind die Publikationszyklen online viel schneller. So lange man dies in Beziehung setzt, online - Zeitung, wird sich die Schere immer weiter öffnen. Viel spannender wäre aber aus meiner Sicht, ob die Zeitung als das Medium verliert, dass die Ereignisse des letzten Tages reflektiert und aufbereitet, oder ob sie hierbei besser abschneidet.
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