Unter der Überschrift "Brücken zu Palästina" stellt Martin Forberg in der sueddeutsche.de das Buch
"Israels Irrweg. Eine jüdische Sicht" von Rolf Verleger vor.
"Rolf Verleger, Psychologieprofessor in Lübeck und Mitglied im Direktorium des Zentralrats der Juden in Deutschland ist ein profilierter Kritiker der israelischen Politik."
Aber er übt nicht nur Kritik an Israel, sondern fordert auch die deutsche Politik auf
"sich für einen dauerhaften Frieden in Israel/Palästina einzusetzen und den Boykott der Hamas-Regierung zu beenden."
Besonders angenehm in der oft emotionsgeladenen Darstellung des Konflikts ist die nüchterne Art R. Verlegers die Situation in Israel/Palästina darzustellen:
"In Israel/Palästina gehe es nicht um einen Konflikt von Gut und Böse, sondern um einen >Streit um ein Stück Land, das den palästinensischen Arabern Heimat war und den Juden als einzig mögliche Heimat erschien<."
Auch wenn M. Forberg manches an dem Buch kritisiert: "Nicht alle seine [des Autors] Thesen sind dabei befriedigend", so ist sein Schlussfazit doch durchaus positiv:
"In jedem Fall macht seine Sicht die jüdische Vielfältigkeit deutlich. Sein Ansatz schlägt Brücken zum palästinensischen Volk, in einer Zeit, in der das bitternötig ist. Und vielleicht sogar erhalten deutsche Politiker hier Anstöße für eine ausgewogenere Nahostpolitik."
Mein persönlicher Kommentar: Diese Ausgewogenheit und das Anerkennen der Rechte beider Seiten ist wohl der einzige Weg um langfristig eine friedliche Lösung für die Region zu finden.
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