Was sich zuerst harmlos anhörte, entwickelt sich anscheinend wirklich
zu einem GAU bei Hartz IV. Aufgrund eines Programmierfehlers bekommen
ca. 5 Prozent aller Empfänger das ihnen zustehende Geld nicht - die
Kontonummern wurden bei der Überweisung falsch durch die BA angegeben.
Nachdem ja in den letzten Wochen zunehmend auf IT-Großprojekte gerade
durch den Bund gewettert wurde, schauten alle gespannt auf die
Umsetzung von Hartz IV. Trotz aller Unkenrufe sah es in den letzten
Wochen so aus, als ob denn doch alles klappen würde.
Aber es bewahrheitet sich, dass die Zeitpläne einfach zu knapp waren
und die Umsetzung nicht gewissenhaft genug vorgenommen wurden. Ein
simpler Programmierfehler hat jetzt maximale Auswirkungen erreicht. Bei
Kontonummern, die nicht 10stellig sind, füllt die BA automatisch Nullen
auf - nur leider auf der falschen Seite. Statt führende Nullen
aufzufüllen, wurden die Nullen angehängt. Damit landet das Geld auf
falschen bzw. ungültigen Konten. 5 Prozent falsche Buchungen klingt
zwar wenige, aber die Fällen gehen doch in die hunderttausende. Alleine
bei der Postbank sind mehr als 200.000 falsche Buchungen aufgelaufen.
Solche Dinge fallen bei sorgfältigen Tests normalerweise auf und bei fünf Prozent, sind die Fehler ja nicht selten anzutreffen.
Damit reiht sich denn nun auch Hartz IV mit diesem gravierenden Fehler
und der schon bestehenden Kritik an Datenschutz, fehlenden
Zugriffsrechten etc. in die Reihe der miserabel durchgeführten
IT-Großprojekte ein.
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