GPS kennt man inzwischen aus vielen Anwendungen - vor allem Navigationssysteme in Autos basieren heutzutage auf den GPS-Daten der Satelliten. Für viele Einsatzgebiete sind die "Standardauswertungen" jedoch zu ungenau. Abhilfe schafft hier Forschung der Universität Bonn.
Solche millimetergenaue GPS-Messungen sind mit GPS-Empfängern "von der Stange" nicht zu bekommen. Die hier verwendeten Geräte werden in einem aufwändigen Verfahren geeicht."Das kleine Örtchen Liblar im Rheinland ist gespalten: Der Ort driftet Jahr für Jahr ein paar Millimeter auseinander. Auf manchen Straßen tun sich meterlange Risse auf.
Wissenschaftler der Uni Bonn untersuchen in regelmäßigen Abständen, wie schnell Liblar auseinanderreißt. Doch wie misst man Geschwindigkeiten von ein paar Millimetern pro Jahr? "Wir nutzen dazu heute das Global Positioning System GPS", sagt Dr. Barbara Görres. GPS basiert auf Funksignalen, die von Satelliten in der Erdumlaufbahn ausgesandt werden. Aus den Signalen mehrerer Satelliten kann der Empfänger seine Position berechnen. Prinzipiell lässt sich so auch ganz einfach messen, wie schnell sich die Kölner und die Erfter Scholle in Liblar gegeneinander verschieben: Einfach an einer definierten Stelle eine GPS-Antenne aufbauen, mit Hilfe der Satellitensignale ihre Position bestimmen, mit der vom letzten Jahr vergleichen, fertig. Die Tücken stecken aber im Detail, wie die Bonner Geodätin weiß." (Quelle: Uni Bonn)
""Wir haben seit 1999 enorme Fortschritte erzielt", sagt Görres nicht ohne Stolz. "Was die GPS-Eichung anbelangt, sind die deutschen Gruppen sicherlich an der Weltspitze." An Messungen im Millimeter-Bereich wäre damals noch nicht zu denken gewesen. Das Bonner Verfahren ist bereits in die internationalen Standards für GPS-Messungen eingeflossen. "In Zukunft werden wir noch genauer sein", erwartet Barbara Görres. "Dann können wir zum Beispiel messen, ob Europa wirklich am Rhein auseinanderbricht."" (Quelle: Uni Bonn)
Weitere Informationen unter: www.gib.uni-bonn.de
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