Es gibt ja eine Reihe von Themen, bei denen jeder meint, mitreden zu können. Neben dem aktuellen Wetter und anderen Small-Talk-Themen gehört auch der ganze Bereich Erziehung im Allgemeinen und Schule im Besonderen gehört dazu. Schließlich war man ja selbst mal auf der Schule, nicht wahr, und weiß deshalb ganz genau Bescheid über die Zustände in Klassenzimmern und auf den Schulhöfen. Ein Thema mit Kontroversen-Garantie ist die Frage nach einer einheitlichen Schulkleidung. An der Fachhochschule Münster ist nun eine Diplomarbeit entstanden, die Marktforschung betrieben hat. Und siehe da: Die meisten Lehrer wären dafür. Weniger Schielen auf teure Labels würde mehr Konzentration aufs Lernen bedeuten, so lautet das Fazit der Studie.
Diplomand Kai Berghoff zieht zudem seine ganz eigenen Konsequenzen aus den Ergebnissen. Er macht sich mit einer Firma selbstständig, die Schulen bei Auswahl und Beschaffung der Shirts zur Seite steht. Damit will er vor allem die Eltern entlasten („Manche verschulden sich sogar, um überhaupt mithalten zu können.“), aber auch den Unterricht verbessern: „Wie soll sich jemand auf den Unterricht konzentrieren, wenn er die ganze Zeit nur abcheckt, wer die angesagtesten Klamotten anhat?“
Die Studie ist auf der Homepage www.schooltex.de zusammengefasst.
Weitere Informationen gibt es auch auf den Seiten der Fachhochschule Münster
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