Seit Montag dieser Woche ist es soweit - Gerhard Delling wurde mit der höchsten ARD-Moderatoren-Krone ausgezeichnet, denn was gibt es größeres als die ARD Tagesthemen zu moderieren?
Und quer durch alle Medien bekommt er bescheinigt, dass er einen wirkliche guten Job gemacht hat. Wenn auch erst einmal nur in Vertretung für Ulrich Wickert, aber wenn das kein Einstieg ist.
Er durfte zwar nicht sein ARD-Sport-Pendant Günther Netzer interviewen, dafür klappte es auch mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.
Einzig die Süddeutsche kann sich nicht ganz den "nur hohen Lobestönen" anschließen. Ihr geht es aber weniger um Kritik an den Moderationsfähigkeiten Dellings, sondern um die "interessante" Finanzierungskonstruktion.
Hier hat sich momentan ein nachhaltiges Misstrauen und eine gutes kritisches Augenmaß beim Blick auf die öffentlich-rechtlichen eingestellt. Die Verquickung mit Werbepartner und Moderationen auf Firmenevents scheint denn auch sehr eng - und führt wirklich nicht dazu, dass sich die Neutralitätserwartung beim Zuschauer einstellt - die dieser zu Recht gegenüber einem Tagesthemen-Moderator hat. Da muss sich Herr Delling wohl entscheiden.
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