In Berlin, Paris und Brüssel gehen heute Praktikanten auf die Straße. 900.000 junge Menschen machen momentan in Deutschland ein Praktikum, man spricht inzwischen von der Generation P. Unterbezahlt, hoch qualifiziert und ohne Chance auf einen festen Job, so hangeln sich viele von Praktikum zu Praktikum.
Unbezahlte oder schlecht bezahlte Praktika gehören heute zum Alltag. Schaut man in die Lebensläufe junger Menschen, so findet man dort immer häufiger mehrere dieser Praktika. Immer mit der Hoffnung verbunden, durch ein Praktikum den Einstieg in das Berufsleben zu schaffen. Dabei sind Praktikanten häufig hochqualifizierte Menschen, mit Berufsausbildung oder Hochschulabschluss, "Berufserfahrung" durch andere Praktika, die problemlos richtig arbeiten. Hoch motiviert sind sie auch, sie wollen die Chance ihres Lebens endlich erhalten.
Dass es häufig keine Chance ist, sondern dass sie schlicht ausgenutzt werden, das sehen viele inzwischen immer deutlicher und fangen an, sich europaweit zu organisieren. Heute gehen Praktikanten nun europaweit auf die Straße, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.
Organisiert sind sie unter der Plattform www.generation-p.org
Auf jeden Fall empfehlenswert der Lesehinweis in eigener Sache: Ralf Kellershohn exzellenter reticon-Report: Beruf: Praktikant. Zusatzqualifikation: Hochschulabsolvent
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