Wir erlauben uns eine Meldung am Rande, da heute eh alle Fußball schauen. Die meisten kennen sicher den Effekt, das ganze Viertel sitzt vor dem heimischen Fernseher, es fällt ein Tor, doch das Jubeln dringt nicht synchron durch die offenen Fenster.
Wir haben uns die Mühe gemacht und einmal drei Übertragungswege nebeneinander aufgebaut, die uns hier in Bonn erreichen. Beim Fußball sieht man dank der eingeblendeten Uhr sehr schön den Zeitversatz mit dem uns die Live-Signale erreichen.
An vorderster Front ist das Satellitensignal, das ist hier ziemlich genau 3 Sekunden vor dem DVB-T Signal. Anhand der Lautstärke der Nachbarn würde ich auf eine recht weite DVB-T Verbreitung setzen, da der größte Jubel immer ein wenig später kommt.
Auf dem kleinen Fenster rechts unten des Laptop-Monitors dann noch das Live-Streaming, das heute abend das ZDF anbietet. Da kann man nur noch mit einem halben Augenzwinkern von "Live" reden, das Internetsignal ist deutlich später dran.
So - das war die einzige Fußballmeldung auf reticon, wir haben gerade noch die Medienkurve bekommen. Wer's schaut, dem wünschen wir dann viel Spaß bei der zweiten Halbzeit.
Update: Der Bildausfall erfolgte dann auf allen Übertragungswegen.
Update 2: Uns wird das etwas unheimlich - das Thema "Lags bei der Übertragung" bekommt heute abend eine ganz neue Dimension ganz unabhängig vom Übertragungsweg. Nach dem zweiten Bildausfall ist man beim ZDF auf das Bildsignal des Schweizer Fernsehens umgeschwenkt, die Tonleitung ist die alte und der Zufall will es, dass nun der Kommentator Béla Rethy zwei Sekunden vor dem Bildsignal ist - das hat jetzt schon etwas von Kabarett.
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