Die "Ost-West-Wochenzeitung" Freitag geht in einem Artikel auf die Kommerzialisierung und Privatisierung des TV-Ereignisses Fußball und verallgemeinert Sport ein. Martin Böttger schreibt in seinem Medientagebuch anschaulich, was wir als Zuschauer alles mit uns machen lassen.
Im Zentrum der Kritik steht allerdings, was momentan nur auf Nebenschauplätzen diskutiert wird: Die Sender haben ohne großen Widerstand die Bildregie an eine Firma abgegeben und sind nur noch mit einem kleinen Team und wenigen eigenen Bildern vertreten. Das Spiel selbst wird nicht von ihnen in Bildern produziert.
"Die Sender, öffentlich-rechtliche wie private, steuern die Lautstärke der Werbeeinblendungen automatisch höher aus, dass es eine Zumutung ist." (Quelle: Freitag 28)
"Verheerend ist, dass sich öffentlich-rechtliche Sender - bei RTL, dem Renditesender, hätte es niemanden gewundert - sich die Bildregie überhaupt abschwatzen ließen, ein journalistischer Offenbarungseid, ein medienpolitischer Skandal, der in den veröffentlichten Debatten bisher kaum eine Rolle spielt. Ein Grund dürfte darin liegen, dass das kein Ausrutscher sondern strategische Absicht aller am Fußballbusiness Beteiligten ist. Beim nächsten Fernsehvertrag für die deutsche Bundesliga gilt nämlich das Gleiche." (Quelle: Freitag 28)
Einig sind sich aber alle: Jürgen Klopp macht im ZDF einen wunderbaren Job. Das kann man von den anderen Reportern leider nicht behaupten. Es gehört zwar zum Schicksal eines Kommentators, das ihn nicht alle lieben können, allerdings habe ich mir bei vielen Spielen als Feature "Zwei-Kanal-Ton" gewünscht. Einfach die Stadionatmosphäre haben und den Kommentator ausschalten können.
Lesen Sie selbst den guten Artikel,
Freitag, Martin Böttger: Unsere Spieler, unsere Bilder
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